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Petkovic: «Ich bin enttäuscht von mir selbst»
Aus Sport-Clip vom 16.06.2021.
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Selbstkritischer Nati-Coach Petkovic: Von Masochismus, Menschenrechten und Mentalität

Der Schweizer Nationaltrainer zeigte sich nach dem Spiel gegen Italien sehr selbstkritisch, ging aber im Hinblick auf den Showdown gegen die Türkei schnell wieder in den Angriff über.

«Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung», lautet ein vielzitiertes Sprichwort. Trifft das auch auf die Nati zu, hat sie in der Aufarbeitung der enttäuschenden Partie gegen Italien im ersten Moment alles richtig gemacht.

Vladimir Petkovic umringt von seinen Spielern
Legende: Muss sein Team nun wieder aufrichten Vladimir Petkovic. imago images

Nicht nur die Spieler gingen hart mit sich selber ins Gericht, sondern auch Trainer Vladimir Petkovic. «Ich bin in erster Linie von mir selber enttäuscht. Das Resultat zeigt, dass ich nicht gut gearbeitet habe», sagte der 57-Jährige im Interview mit SRF. Er habe sich nicht so einbringen können, dass die Mannschaft das umgesetzt habe, was man im Vorfeld besprochen habe.

Wir sind ein bisschen Masochisten, dass wir immer wieder solche Geschichten provozieren.

Nach dem blutleeren Auftritt gegen Italien erstaunt es auch nicht, dass die unbequemen Themen mit Tattoostudio- und Friseurbesuche wieder hochkochten. Nicht zum ersten Mal haben die Nati und ihre Verantwortlichen an Endrunden mit Nebenschauplätzen zu kämpfen.

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Italien lässt der Schweiz keine Chance
Aus Sport-Clip vom 16.06.2021.
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«Wir sind ein bisschen Masochisten, dass wir immer wieder solche Geschichten provozieren», meint Petkovic. Die Spieler hätten aber gegen keine Corona-Massnahmen verstossen. Es gehe dann um Menschenrechte. Wenn man jemandem verbieten wolle, sich die Haare blond zu färben, «dann geht mir das ein bisschen zu weit».

Mehr Unterstützung von den Medien gewünscht

Auch die Medien nahm Petkovic in die Pflicht. Einige Zeitungen würden jedes Mal eine Kampagne daraus machen, wenn es eine Möglichkeit gäbe, polemisch zu sein. «Wenn ich dann sehe, wie die italienischen Medien ihr Team unterstützen, dann würde ich mir das auch von unseren Leuten wünschen», so der Nationaltrainer.

Ich werde im Training schauen, wer mental bereit ist für diesen Kampf.

Nun gelte es aber, den Blick nach vorne zu richten, sich zu erholen und positive Energie zu kreieren, um dann ausgeruht und mit der richtigen Einstellung in den Showdown am Sonntag in Baku gegen die Türkei zu gehen (18:00 Uhr live auf SRF zwei).

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Zuber: «Das ist dann natürlich ein gefundenes Fressen»
Aus Sport-Clip vom 17.06.2021.
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«Ich werde im Training schauen, wer mental bereit ist für diesen Kampf», sagte Petkovic. Denn trotz der zwei enttäuschenden Auftritte ist noch nichts verloren: «Wenn wir am Sonntag gewinnen, haben wir noch immer grosse Chancen, weiterzukommen.»

SRF zwei, sportlive, 16.06.2021, 20:00 Uhr;

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118 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Mueller  (Elbrus)
    Hr. Petkovic bitte machen Sie einen Cooper Test und alle mit mehr als 3.5 km im 12 Minutenlauf, wie er auch genannt wird spielen und die anderen. Eben nicht.
    105 km sind eine ganz armselige Hausnummer.
    Nehmen Sie Torwart Kobel und nicht den mentalen Fliegenfänger Mvogo.
    1. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      @Elbrus: betrachte ich Ihre letzten Kommentare, habe ich nicht das Gefühl, dass ausgerechnet Sie Herrn Petkovich Empfehlungen abgeben sollten.
  • Kommentar von Beat Bodenmüller  (Beggi)
    Ich finde es einfach sehr schade, ja fast tragisch, dass man immer wieder über andere Sachen diskutieren muss als über Fussball. Sind sich dies unsere Vertreter, unsere Spieler in der Nationalmannschaft wirklich nicht bewusst? Wissen Sie eigentlich, das sie unser Land repräsentieren? Oder sehen Sie es mehr als gemeinsames Ferienlager an, mit Vergnügen, ein paar Tage mit ein wenig Fussballspielen? Stolz, totaler Einsatz, Leidenschaft und Herzblut, das wären Voraussetzungen als Nationalspieler!!
    1. Antwort von Henri Jendly  (Henri Jendly)
      @Beggi: dies lässt die Schweizerische (Wohlstands-)Mentalität leider nicht zu! Das gilt für viele Mannschaftssportler wie auch für hiesige Kommentatoren und Sportreporter. DIe Schweiz ist eine geschützte Werkstatt, aus der nur ganz wenige ausbrechen können (nebenbei: die Sofatrainer und Coachpotatoes hier im Forum gehören nicht dazu!).
    2. Antwort von Guido Casellini  (CAS)
      Herr Bodenmüller: stolz, totaler Einsatz.....mmmmm man sollte den Pfsalm singen...und dies geschiet leider nur bei 3/11 der Mannschaft aufs Feld....
    3. Antwort von jenna jameson  (JennaJameson)
      ach guido
      immer dieselbe leier, worauf es immer die gleiche antwort gibt.
      es war auch zu kuhn und künzle zeiten nicht anders.
      ich meine, im p(fff)salm gehts um alles andere als um unsere nation..
  • Kommentar von Bruno Hofer  (Bernbruno2020)
    Wer sich für sein Land wo er spielt sich nicht den Arsch aufreissen will,der hat in keiner Nati etwas zu suchen!In allen Mannschaften hat man gesehen das sie gewinnen wollten,nur bei der Schweiz nicht. Eine solche Einstellung will niemand hier.Egal von wo er ist,wenn er nicht alles gibt muss er diese Nati verlassen.Das gleiche gilt für den Trainer,aber der war ja von Anfang an nicht erste Wahl.Vom Verband Tami über den Staff bis zu jedem Natispieler ist niergends ein Team zu finden.So nicht CH!