Ganz Italien bibbert. Selbst Trainer Gennaro Gattuso, der einst alle Gegenspieler das Fürchten lehrte, fühlt den immensen Druck vor dem WM-Showdown: «Nur wer kein Blut in den Adern hat, würde ihn nicht spüren.» Denn seit 2014 war die «Squadra Azzurra» nicht mehr an einer WM vertreten, 2018 und 2022 verpasste man die Teilnahme.
Wie gross die Nervosität ist, zeigt die Wahl des Stadions für die Partie gegen Nordirland am Donnerstag. Gattusos Team spielt nicht in den grossen Arenen von Rom oder Mailand, nein, im kleinen Bergamo sollen die Hoffnungen am Leben gehalten werden.
Zuletzt gab es bei Italien mehrfach Unmutsbekundungen von den Rängen. «In Bergamo, in meinem ersten Spiel als Trainer, haben sie uns zur Halbzeit applaudiert – obwohl es 0:0 stand», sagt Gattuso. Am Ende siegte Italien gegen Estland 5:0.
Sollte Gattusos Team gegen Nordirland gewinnen, kommt es am Dienstag, 31. März, zum «Final» gegen den Sieger der Partie Wales gegen Bosnien-Herzegowina. Gattuso stellt klar: «Ich glaube fest an diese Mannschaft. Wir wollen keine Ausreden.»