- Die Frauen des FC Zürich schlagen die Vizemeisterinnen von GC im Hinspiel des Playoff-Viertelfinals mit 2:0.
- Beide Teams haben Glück mit ungeahndeten Strafraumszenen.
- Das Rückspiel findet in einer Woche (1. Mai, 19:00 Uhr) – erneut im Letzigrund – statt.
Glück und Pech auf beiden Seiten: Gemeint sind einige strittige Szenen des Playoff-Viertelfinal-Hinspiels zwischen den FCZ Frauen und GC – deren zwei geschahen in der 1. Halbzeit:
- 28. Minute: Nach einem FCZ-Angriff landet der Ball bei Offensivspielerin Sanja Kovacevic. Diese macht einen Haken, legt sich die Kugel vor – und wird dann von Gegenspielerin Landryna Lushimba Bilombi zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Leonora Ismaili lässt weiterlaufen. Die TV-Wiederholung zeigt: Bilombi ist Kovacevic auf den Fuss gestanden, hier hätte es Penalty für den FCZ geben müssen. Einen VAR gibt es nicht.
- 37. Minute: Amelie Roduner erzielt das 2:0 für den FCZ, doch die GC-Spielerinnen beschweren sich – wohl zu Recht. Kurz vor dem Tor hat GC-Torhüterin Lauren Kozal ihre Hände am Ball, den ihr Chiara Bücher aber wegschnipselt. Hier hätte Ismaili auch abpfeifen können.
Wenig zuvor war Bücher bereits im Fokus gestanden. Dort aber in positiver Hinsicht. Die Deutsche belohnte einen mutigen Auftakt des Teams von Renato Gligoroski mit dem 1:0-Führungstor. Amelie Schuster verschaffte sich auf der linken Seite Platz und schlug dann eine mustergültige Flanke auf die völlig alleingelassene Bücher. Diese liess sich nicht zweimal bitten und netzte ein.
Nun hat GC Pech
Nach der Pause waren es die GC-Vizemeisterinnen, die das Zepter in die Hand nahmen – aber im Abschluss Pech hatten. Nach rund einer Stunde vergab Kayla McKenna ganz alleine vor FCZ-Torhüterin, die den Schuss stark mit dem linken Fuss parierte. GC-Trainerin Laura Vetterlein trauerte an der Seitenlinie sichtlich der dicken Chance nach.
Ebenfalls nicht fassen konnte es Vetterlein nach einer Szene in der 72. Spielminute. Nach einem Eckball lag der Ball frei, Morgane Nicoli zog aus kurzer Distanz ab. Per Ablenker landete der Ball an der Hand von FCZ-Captain Naomi Mégroz – ohne ihre «Goalie»-Leistung wäre der Ball im Tor gewesen. Auch wenn die Distanz extrem kurz war, hätte hier ebenfalls gut auf Penalty entschieden werden können.
Am Ende scheiterte GC aber auch an der mangelnden Effizienz oder dem Pfosten (74.). Es war eine Partie, die genauso 3:3 hätte ausgehen können. Es blieb aber beim 2:0-Sieg für den FCZ bei seinem «Heimspiel» im Letzigrund. Dort, wo in genau einer Woche (1. Mai ab 19:00 Uhr) auch das Rückspiel steigt.
Kurios war die Szene, als Schiedsrichterin Ismaili die Partie nach 93 Minuten beendete, obwohl 5 Minuten angezeigt worden waren. Der Schiri-Entscheid blieb jedoch bestehen. Und gesellte sich damit zu den vielen fragwürdigen Entscheidungen an diesem Fussballabend.