«Es war die pure Dominanz in dieser Saison.» So lautete die Einschätzung von SRF-Expertin Martina Moser. Diese Überlegenheit haben die Genferinnen auch in den beiden Finalspielen an den Tag gelegt, «man hat keine Fragen offengelassen». Nur 1 Niederlage und 7 Gegentore in 24 Spielen über die gesamte Saison, «es sind beeindruckende Zahlen», so Moser, «die Dominanz hat sich durchgesetzt, sie sind zurecht Meister».
Genferinnen froh über die geglückte Revanche
Gross war die Freude selbstredend bei den Genferinnen, die nach einer titellosen Saison nun das «Double» gewonnen haben. «Wir wollten uns revanchieren, das ist uns gelungen», meinte etwa Amina Muratovic. Es gäbe kein Erfolgsgeheimnis, «es ist die Arbeit».
Der Druck sei aber schon da gewesen, meinte Muratovic: «Alles entscheidet sich in diesem Spiel. Wenn wir verloren hätten, wäre all unsere Arbeit nicht belohnt worden.»
Kapitänin Daina Bourma zeigte sich stolz über den «perfekten Abschluss einer langen Saison». Man habe es nach dem Misserfolg der letzten Saison besser machen wollen, «um dem Klub etwas zurückzugeben».
Verliererinnen hadern mit den Fehlern
Auch die Final-Verliererinnen aus Bern mussten die Überlegenheit der Genferinnen neidlos anerkennen. «Sie waren ein starker Gegner», meinte etwa Laura Frey, die beim 0:2 im Rückspiel eine Mitschuld trug. Die beiden schnellen Gegentore in beiden Finalspielen hätten jeweils früh den Glauben genommen. Am Ende sei Servette einfach effizienter gewesen.
YB-Trainerin Imke Wübbenhorst gab zu bedenken, dass man «auf das Ganze» schauen müsse. «Wir haben eine super Entwicklung gemacht in dieser Saison.» Im Final habe man hingegen kein gutes Spiel gezeigt. Ausserdem sei die Hypothek aus dem Hinspiel schon gross gewesen. Und die Fehler in der Defensive «werden gegen so ein Topteam eiskalt bestraft».
In diesem Jahr habe es einfach nicht gereicht, um gegen Servette zu gewinnen, so Wübbenhorst, «deshalb müssen wir an unseren Punkten weiterarbeiten, um im nächsten Jahr wieder parat zu sein».