- Audrey Werro gewinnt das Rennen über 800 m in Rabat (MAR) überlegen.
- Für die Freiburgerin ist es der zweite Sieg im Rahmen der Diamond League.
- Stabhochspringerin Angelica Moser klassiert sich mit 4,70 m auf dem 3. Rang.
800 m Frauen: Werro überzeugt auf ganzer Linie
Mit WM-Silber in der Halle hatte Audrey Werro vor zwei Monaten ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Ihre gute Form hat die Freiburgerin nun auch ins Freie mitgenommen. In Rabat feierte Werro im Rennen über 800 m in einem stark besetzten Feld einen überlegenen Start-Ziel-Sieg und fuhr ihren zweiten Triumph an einem Diamond-League-Meeting ein. Ihren ersten Sieg hatte sie 2025 bei Weltklasse Zürich eingefahren.
Gleich nach dem Start hatte Werro die zweite Position hinter der Tempomacherin eingenommen. In der 2. Runde übernahm sie die Spitze und riss sogleich eine Lücke auf. Mit grossen Schritten lief die 22-Jährige dem souveränen Sieg entgegen. Auch die Zeit lässt sich sehen: Mit 1:56,56 Minuten stellte sie nicht nur eine neue Saisonbestzeit auf, sondern verbesserte auch den Meeting-Rekord. Die Reserve auf die zweitplatzierte Tsige Duguma (ETH) betrug 0,68 Sekunden.
Stabhochsprung Frauen: Moser überspringt 4,70 m
Auch Angelica Moser schaffte in der Hauptstadt Marokkos den Sprung auf das Podest. Die Zürcherin übersprang 4,70 m im zweiten Versuch, womit sie eine neue Saisonbestleistung aufstellte. An der Marke von 4,80 m scheiterte sie dreimal. Dies reichte in der Endabrechnung für den geteilten dritten Rang mit der US-Amerikanerin Katie Moon. Besser war Moser noch nie in eine Diamond-League-Saison gestartet. Der Sieg ging an Nina Kennedy (AUS), die als einzige 4,80 m übersprang. Imogen Ayris aus Neuseeland (4,70 m) holte sich Rang 2 dank weniger Fehlversuchen.
100 m Hürden: Kambundji mit Saisonbestzeit
Weltmeisterin Ditaji Kambundji ist im Formaufbau noch nicht so weit wie Werro. Die Bernerin belegte über 100 m Hürden den 6. Platz. Mit 12,66 Sekunden war sie vier Hundertstel langsamer als vor zwei Wochen in Schanghai. Gewonnen wurde das Rennen von der an der letztjährigen WM von Kambundji knapp geschlagenen Nigerianerin Tobi Amusan. Die WM-Zweite zeigte sich mit der Saisonbestzeit und dem Meeting-Rekord von 12,28 Sekunden in starker Form. Das Rennen war offiziell nicht Teil der Diamond-League-Serie.
100 m Frauen: Del Ponte zurück
Ajla del Ponte wagte in Rabat einen Doppelstart. Zunächst nahm die Tessinerin das Rennen über 100 m in Angriff. Mit den Besten konnte del Ponte nicht mithalten. Mit einer Zeit von 11,40 s klassierte sie sich auf dem 9. und letzten Platz. Jamaika feierte dank Tina Clayton, Lavanya Williams und Jonielle Smith einen Dreifachsieg.
200 m Frauen: Pointet schneller als del Ponte
Auch über 200 m kam del Ponte nicht über den letzten Rang hinaus (23,99 s). Vor der Schweizerin klassierte sich ihre Landsfrau Léonie Pointet, die mit 22,85 Sekunden deutlich schneller war. Cambrea Sturgis und Kayla White sorgten für einen US-amerikanischen Doppelsieg.