- Weltmeisterin Ditaji Kambundji muss sich beim 1. Diamond-League-Meeting des Jahres über 100 m Hürden mit Rang 5 begnügen.
- Jason Joseph (110 m Hürden) und Joceline Wind (1500 m) landen in Schanghai jeweils auf dem zweitletzten Platz.
- Armand Duplantis verpasst einen weiteren Weltrekord.
100 m Hürden: Kambundji mit Luft nach oben
Ditaji Kambundji hat beim Auftakt der Diamond-League-Saison 2026 als 5. nicht mit den Schnellsten mithalten können. Die Bernerin (feiert in 4 Tagen den 24. Geburtstag) hatte schon im Vorfeld die Erwartungen für ihr erstes 100-m-Hürden-Rennen seit dem WM-Triumph vor 8 Monaten etwas gedämpft. In 12,82 s blieb sie fast 6 Zehntel über ihrer WM-Gold-Zeit und damit wohl auch etwas unter ihren eigenen Erwartungen. Auf die Zeit von Siegerin Masai Russell (USA/12,25), die nur eine Hundertstel über Kambundjis magischer Marke blieb, verlor Kambundji 57 Hundertstel, auf das Podest fehlten ihr 4 Zehntel.
«Für die Vorbereitung, die ich hatte, bin ich zufrieden mit dem Rennen. Es gab mir viele Informationen und ein gutes Feedback dazu, wo ich stehe. Ich weiss, was ich noch besser machen kann. Nächste Woche in Xiamen werde ich ein paar technische Dinge umsetzen können», äusserte sich Kambundji nach dem Rennen in Schanghai.
110 m Hürden: Joseph nur 8.
Jason Joseph konnte in seinem Run nicht überzeugen. Der 27-jährige Baselbieter startete verhalten und konnte anschliessend trotz technisch sauberem Lauf nicht mehr aufdrehen. Am Schluss schaute nur der zweitletzte Rang heraus. In 13,51 Sekunden blieb er fast eine halbe Sekunde über seiner persönlichen Bestleistung. Auf den überraschenden Sieger Jamal Britt (USA), der seine persönliche Bestzeit aufstellte, verlor der WM-Finalist 44 Hundertstel.
1500 m: Wind zurückgebunden
Joceline Wind hatte im 1500-m-Lauf der Frauen einen schweren Stand. Das Feld schlug eine hohe Pace an, letztlich blieben 6 Athletinnen unter 4 Minuten. Die 25-jährige Bielerin war früh auf sich allein gestellt und erreichte das Ziel in 4:06,55 Minuten.
Stabhochsprung Männer: Duplantis verpasst 16. Weltrekord
Einmal mehr auf Weltrekordjagd ging Stabhochspringer Armand Duplantis. Nachdem der Schwede Mitte März seine Weltrekord-Marke auf 6,31 m geschraubt hatte, war in Schanghai 6,32 m sein Ziel. Duplantis konnte es 3 Mal an dieser Höhe versuchen, scheiterte jedoch. Fast zur Nebensache verkam dabei, dass der 26-Jährige das Diamond-League-Meeting mit 6,12 m vor Kurtis Marschall (AUS/5,80 m) gewann.
100 m Männer: Leotlela überflügelt alle
Im 100-m-Sprint der Männer feierte der Südafrikaner Gift Leotlela 4 Tage nach seinem Geburtstag einen überraschenden Sieg. Dabei liess der 28-Jährige, der erstmals ein Diamond-League-Meeting gewann, in 9,97 s die Amerikaner um Kenneth Bednarek (3.) alt aussehen. Auch Olympiasieger Letsile Tebogo (BOT) kam nicht auf Touren und wurde lediglich 7. Zweiter wurde ebenfalls überraschend Ferdinand Omanyala (KEN).