- Jason Joseph läuft beim Diamond-League-Meeting in Xiamen (CHN) über 110 m Hürden in 13,24 Sekunden auf den 4. Rang.
- Ditaji Kambundji rennt wie schon im ersten Rennen der Saison auf Platz 5. Konkurrentin Masai Russell (USA) verpasst den Weltrekord um 0,02 Sekunden.
- Die erst 18-jährige Yan Ziyi (CHN) kommt dem Speerwurf-Weltrekord nahe.
110 m Hürden: Joseph dreht auf
Der Start in die Diamond-League-Saison war Jason Joseph vor einer Woche in Schanghai gründlich misslungen. Nun konnte der 27-Jährige eine Reaktion zeigen: Nach einem verhaltenen Start drehte Joseph auf und durfte bis zuletzt auf einen Podestplatz hoffen, verpasste diesen aber um 0,04 Sekunden gegen den Jamaikaner Orlando Bennett. Joseph überquerte die Ziellinie nach 13,24 Sekunden und war damit 27 Hundertstelsekunden schneller als noch in Schanghai. Jamal Britt (USA) gewann in 13,07 Sekunden vor Rachid Muratake (JPN).
Nach dem Lauf zeigte sich Joseph erleichtert über seine Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche: «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Lauf. Dieses Rennen können wir als Saisoneinstieg zählen.»
100 m Hürden: Kambundji mit Saisonbestzeit
Auch Ditaji Kambundji war in Schanghai 5. geworden. Was den Rang angeht, konnte sich die Bernerin in Xiamen nicht steigern, was die Zeit angeht, schon. Im Vergleich zu letzter Woche war Kambundji 20 Hundertstelsekunden schneller unterwegs, die 12,62 Sekunden sind aber noch weit von ihrer persönlichen Bestzeit (12,24 s) entfernt. Wie schon in Schanghai gewann Masai Russell aus den USA das Rennen. Mit ihren 12,14 Sekunden verpasste sie den Weltrekord von Tobi Amusan (NGR) um lediglich 0,02 Sekunden.
«Die Leistungsdichte und die Zeiten an der Spitze sind inspirierend», meinte die Bernerin zur starken Zeit von Russell. Den eigenen Saisonstart bewertet sie folgendermassen: «Ich bin zufrieden mit dem China-Trip.»
Speerwurf Frauen: Ziyi kommt dem Weltrekord nahe
Die erst 18-jährige Einheimische Yan Ziyi hat einen ebenso alten Weltrekord ins Wanken gebracht. Das Speerwurf-Supertalent warf ihr Arbeitsgerät gleich im ersten Versuch auf 71,74 Meter, verbesserte ihren persönlichen Bestwert um über 6 Meter und verpasste den Weltrekord von Barbora Spotakova (CZE) um lediglich 54 Zentimeter. Ziyi beliess es bei diesem Versuch und gewann den Wettkampf dennoch hoch überlegen. Die 2., Sigrid Borge (NOR) kam auf lediglich 65 Meter, Adriana Svilagos (SRB) komplettierte das Podest.
400 m Hürden Männer: Warholm geschlagen
Weltrekordhalter Karsten Warholm (NOR) und Alison dos Santos (BRA) lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Tagessieg über 400 m Hürden – mit dem besseren Ende für den Brasilianer. Der Weltmeister von 2022 gewann in 46,72 Sekunden vor Warholm. Dritter wurde – mit einem Abstand von über einer Sekunde – Dean Caleb (USA).
1500 m Frauen: Wind mit persönlicher Bestzeit
Über 1500 Meter hat Joceline Wind zwar nichts mit den Podestplätzen zu tun, aber dennoch etwas zum Feiern gehabt. Die 26-Jährige unterbot damit ihre bisherige persönliche Bestzeit um 18 Hundertstelsekunden. Mit ihrer Zeit von 4:01,41 Minuten lief sie auf den 10. Rang. Der Tagessieg ging an Abbey Caldwell (AUS), die in 3:57,26 Minuten vor Birke Haylom (ETH) und Emily Mackay (USA) reüssierte.