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Weisshaidinger über Wien und die Heimat
Aus Sport-Clip vom 29.09.2019.
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Aus der Scheune an die WM Diskuswerfer Weisshaidinger: Wenn Innovation zum Erfolg führt

Der Diskuswerfer ist die grosse WM-Medaillen-Hoffnung Österreichs. Sein Werdegang ist bemerkenswert.

Es ist noch nicht allzu lange her, da schleuderte Lukas Weisshaidinger seine Disken aus einer Scheune. Auf dem Bauernhof seines Bruders in Oberösterreich wandelte er im Winter 2014/15 eine solche in eine Trainingshalle um. Bei Minus 20 Grad baute er sich mit ein paar Kollegen eine neue, beheizbare Trainingsstätte.

Der schönste Ausblick von Wien ist der von Wien weg.

Ein Rolltor ermöglichte dabei Würfe ins Freie, Weisshaidinger konnte quasi vor seiner Haustür trainieren.

Diese Innovation trug schnell Früchte. «Lucky Luky» qualifizierte sich für die Olympischen Spiele 2016 in Rio und entwickelte sich zu einem der besten Diskuswerfer der Gegenwart.

Neue Trainingsbasis in Wien

Die «Bauernhof-Zeiten» sind mittlerweile Geschichte, der 27-Jährige trainiert seit geraumer Zeit in Wien. «Dieser Schritt war unausweichlich, ich finde dort die perfekten Bedingungen vor», erzählt Weisshaidinger. Heimisch fühlt er sich in der Hauptstadt aber nicht unbedingt. «Man sagt ja immer: ‹Der schönste Ausblick von Wien ist der von Wien weg›», so der Österreicher trocken.

Lukas Weisshaidinger.
Legende: Kämpft um eine Medaille Lukas Weisshaidinger. imago images

Den bislang grössten Erfolg feierte Weisshaidinger im vergangenen Jahr an der EM in Berlin, wo er sich die Bronzemedaille sicherte. Dabei musste er lange um die Finalqualifikation zittern, bei den mitgereisten Fans hatte er sich bereits für die schwache Leistung entschuldigt.

Erneut Probleme in der Quali

Ein gutes Omen für diese WM? Auch diesmal lief die Qualifikation alles andere als rund. Weisshaidingers Originaldiskus wurde aufgrund einer Delle nicht von den Kampfrichtern zugelassen, sein Ersatzgerät brachte ihm eine Weite ein, die ihn als 12. gerade noch so in den Final brachte.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 28.9.19, 18 Uhr

1 Kommentar

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  • Kommentar von Josef Graf  (Josef Graf)
    In der Schweiz wäre dieser Naturbursche vermutlich Schwinger geworden. Oder mit anderen Worten: Der Schwingsport ist für die beweglichen und kräftigen Talente in der Schweiz attraktiver als die trainingsintensiven Wurfdisziplinen der Weltsportart Leichtathletik.
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