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Heisse Duelle an der WM Ein Dreikampf aus Jamaika und einer kann sich nur selbst schlagen

An der Leichtathletik-WM kommt es zu spannenden Rencontres. Mal mit schwachen und mal mit unbezwingbaren Olympiasiegerinnen und -siegern.

Die drei Jamaikanerinnen rennen auf der Bahn.
Legende: Mit Spannung erwartet Welche Frau aus Jamaika sichert sich die 100-m-Krone? Elaine Thompson-Herah, Shericka Jackson oder Shelly-Ann Fraser-Pryce? Getty Images/Marcio Machado/Eurasia Sport Images

100 m Männer (Final in der Nacht auf den 17. Juli)

Normalerweise heisst es bei einer WM im Jahr nach den Olympischen Spielen: alle gegen den Olympiasieger. Doch diesmal ist das anders. Nach seinem überraschenden Triumph in Tokio sucht der Italiener Lamont Marcell Jacobs noch immer seine Form. Auch wegen diverser Verletzungen weist er eine Saison-Bestzeit von nur 10,04 s auf und musste seinen Rivalen bislang grosszügig den Vortritt lassen. Ganze zehn Athleten sind dieses Jahr schon 9,90 s oder schneller gelaufen, allen voran Fred Kerley (USA) mit einer Zeit von 9,76 s.

Kerley wird vor allem gegen seinen erstarkten Landsmann Trayvon Bromell sowie gegen den jamaikanischen Altmeister Yohan Blake zu kämpfen haben. Auch der Weltmeister von 2019, Christian Coleman, wird im prestigeträchtigsten Rennen ein Wörtchen mitreden wollen.

100 m Frauen (Final in der Nacht auf den 18. Juli)

Hier bahnt sich ein hochklassiger Dreikampf an – und zwar ein rein jamaikanischer: Elaine Thompson-Herah (Olympiasiegerin 2016 und 2021, in 10,54 s zweitschnellste Frau über 100 m), Titelverteidigerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Weltmeisterin 2009, 2013, 2015 und 2019, Olympiasiegerin 2008 und 2012, in 10,60 s drittschnellste Frau) sowie Shericka Jackson (Olympia-Dritte 2021, in 10,77 s zweitschnellste Frau des Jahres) vertreten allesamt die Farben der Karibik-Insel und streiten sich um den Titel. Gar der 34 Jahre alte Weltrekord von Florence Griffith-Joyner (10,49 s) wackelt. Mit Mujinga Kambundji und Ajla del Ponte könnten auch die Schweizer Farben leuchten: Bei Olympia 2020 in Tokio stand das Duo sensationell im Final.

Kugelstossen Männer (Final in der Nacht auf den 18. Juli)

Zwei US-Amerikaner werden Gold wohl unter sich ausmachen: Olympiasieger Ryan Crouser, der 2021 in Eugene mit 23,37 m Weltrekord stiess, misst sich erneut mit Joe Kovacs, 2019 in Doha mit 22,91 m Weltmeister. Welcher der beiden Riesen setzt sich durch?

In Eugene läuft es auf ein Duell zwischen Ryan Crouser (Mitte) und Joe Kovacs (links) rauslaufen.
Legende: Das Olympia-Podest in Tokio In Eugene läuft es auf ein Duell zwischen Ryan Crouser (Mitte) und Joe Kovacs (links) raus. Rechts ist der Neuseeländer Tomas Walsh zu sehen. Keystone/AP Photo/Martin Meissner

400 m Hürden Männer (Final in der Nacht auf den 20. Juli)

Der olympische Final von Tokio war ein «Jahrhundert-Rennen»: Sieger Karsten Warholm (Norwegen/45,94) und der zweitplatzierte Rai Benjamin (46,17) blieben im vergangenen Sommer deutlich unter dem bisherigen Weltrekord Warholms (46,70). Allerdings beendete Titelverteidiger Warholm vor der WM verletzungsbedingt noch kein Rennen, die Revanche könnte ausgeglichener und damit umso spannender werden.

400 m Hürden Frauen (Final in der Nacht auf den 23. Juli)

Die Frauen haben auf der Hürdenrunde seit anderthalb Jahren ebenfalls Quantensprünge gemacht: Bei Olympia liefen die US-Amerikanerinnen Sydney McLaughlin (51,46) und Dalilah Muhammad (51,58) deutlich unter McLaughlins Weltrekord (51,90), im WM-Stadion von Eugene drückte McLaughlin die Marke Ende Juni dann auf 51,41. In das Duell zwischen Olympiasiegerin McLaughlin und Weltmeisterin Muhammad könnte die Niederländerin Femke Bol eingreifen.

Video
Archiv: McLaughlin muss sich im WM-Final 2019 Muhammad beugen
Aus sportlive vom 04.10.2019.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 42 Sekunden.

Stabhochsprung Männer (Final in der Nacht auf den 25. Juli)

Armand Duplantis hat an dieser WM wohl nur einen Gegner – und zwar sich selbst. Der Weltrekordler, Olympiasieger und Europameister, dazu Welt- und Europameister in der Halle kann sich nur selbst schlagen. Lediglich der WM-Titel im Freien fehlt dem schwedischen Wunderkind noch, um mit erst 22 Jahren bereits auf eine vollendete Karriere blicken zu können. Duplantis könnte auch seinen Weltrekord (6,20 Meter) weiter in die Höhe schrauben.

So überträgt SRF von der Leichtathletik-WM

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  • Tag 1 – Freitag/Samstag, 15./16. Juli
    ab 18:45 und 02:05 Uhr je live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 2 – Samstag/Sonntag, 16./17. Juli
    ab 19:25 und 02:00 Uhr je live – Teilaufzeichnung um 09:15 Uhr
  • Tag 3 – Sonntag/Montag, 17./18. Juli
    ab 15:05 (Marathon Männer), 19:25 und 01:55 Uhr je live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 4 – Montag/Dienstag, 18./19. Juli
    ab 15:05 (Marathon Frauen), 18:30 und 01:55 Uhr je live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 5 – Mittwoch, 20. Juli
    ab 02:05 Uhr live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 6 – Donnerstag, 21. Juli
    ab 01:20 Uhr live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 7 – Freitag, 22. Juli
    ab 02:00 Uhr live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 8 – Samstag, 23. Juli
    ab 02:00 Uhr live – Teilaufzeichnung um 09:40 Uhr
  • Tag 9 – Samstag/Sonntag, 23./24. Juli
    ab 18:40 und 01:05 Uhr je live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr
  • Tag 10 – Sonntag/Montag, 24./25.Juli
    ab 18:25, 21:15 und 01:55 Uhr je live – Teilaufzeichnung um 09:00 Uhr

Jeweils live auf SRF zwei oder SRF info sowie im Stream auf srf.ch/sport und in der Sport App zu sehen.

Radio SRF 1, 1 am Morge, 12.7.22, 6:15 Uhr ; 

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