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Kambundjis Schweizer Rekord
Aus Sport-Clip vom 24.08.2015.
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Leichtathletik-WM Kambundji trotz Schweizer Rekord im Halbfinal ausgeschieden

Mujinga Kambundji hat über 100 Meter einmal mehr ihren Schweizer Rekord verbessert. Ihre 11,07 Sekunden reichten aber nicht für die Final-Qualifikation.

Mit 11,07 Sekunden blieb Mujinga Kambundji eine Zehntelsekunde unter ihrem eigenen Schweizer Rekord. In ihrem Lauf reichte es für die 23-jährige Bernerin aber nur zum 5. Platz. Obwohl ihre Fabelzeit vor einem Jahr zum EM-Titel gereicht hätte, verpasste sie den Final der schnellsten 8 Läuferinnen.

Zweitbeste Europäerin des Jahres

«Ich habe mich bereits beim Einlaufen super gut gefühlt», sagte die zufriedene Kambundji nach ihrem Rekord-Sprint. «Der Start war nicht wunschgemäss, der Lauf aber sehr gut.»

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Kambundji: «Wusste, dass es schnell gehen könnte»
Aus Sport-Clip vom 24.08.2015.
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Um in den Medaillenlauf vorzustossen, hätte Kambundji eine weitere Zehntelsekunden schneller laufen müssen. Unter den 24 Halbfinalistinnen war die Schweizerin trotzdem die zweitbeste Europäerin hinter der Niederländerin Dafne Schippers und klassierte sich auf dem 12. Rang.

Mehr Muskeln, schnellere Zeiten

Kambundjis Fortschritte sind frappant, seit sie sich im Herbst 2013 der Gruppe des renommierten Trainers Valerij Bauer in Mannheim angeschlossen hat. Ende 2013 wies die Bernerin noch eine Bestzeit von 11,50 aus. Sie hat sich somit in diesem Zeitraum um nicht weniger als 43 Hundertstel verbessert, was über 100 Meter eine schier unglaubliche Steigerung ist.

Die grossen Fortschritte sind in erster Linie auf einen enormen Muskelzuwachs zurückzuführen und dass Kambundji diesen auch in Geschwindigkeit umsetzen konnte. Seit dem Wechsel zu Bauer hat sie 7 bis 8 Kilogramm zugenommen.

Finalchancen über 200 Meter

Angesichts ihrer überragenden Form kann sich Kambundji über 200 Meter durchaus Hoffnungen auf den Final machen, ist doch über diese Distanz die Dichte nicht so gross. Auf dieser Strecke hatte sie an den Schweizer Meisterschaften in Zug mit 22,80 Sekunden ebenfalls einen nationalen Rekord aufgestellt.

Sie ist sich sicher, noch einiges schneller rennen zu können. «Das ist noch nicht alles gewesen. Es war mein erstes gutes Rennen über 200 m in dieser Saison. Dort hatte ich allerdings nicht das gleiche Feeling wie hier.»

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LA-WM: 100m Halbfinal
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Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 24.08.2015, 13:00 Uhr

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8 Kommentare

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  • Kommentar von s scheune , biberist
    Klar ist das eine gute Leistung, aber wenn eine Schweizerin sich plötzlich so schnell steigert, wird sie bis in den Himmel gelobt. Niemand spricht hier vom Thema Doping. Usain Bolt wird hingegen sofort Doping vorgeworfen, weil er sich gestern im Final extrem gesteigert hat. Wir Schweizer dopen natürlich nie.
    1. Antwort von andi hug , wilen
      genau unsere schweizer dopen, darum sind wir ja auch eine macht im leichtathletik. :-)
    2. Antwort von Florian Schmitz , Zürich
      Was soll dieser Kommentar? Wie oberflächlich sie bleiben, zeigt ja nur schon ihr Beispiel. Gerade Usain Bolt gilt als einer der Athleten, dessen Leistungen dank seinem aussergewöhnlichen Körper eben eher nicht unter Dopingverdacht stehen. Und wenn sie sich je mal etwas über Kambundji informiert hätten, dann wüssten sie, dass es auch bei ihr genügen Erklärungen für ihren Leistungsschub gibt (neuer Trainer, 7-8 kg Muskelmasse zugelegt etc.). Aber Hauptsache mal blind die Dopingkeule schwingen.
  • Kommentar von peter müller , zürich
    Nur um hier klarzustellen welchen Dimension das ist. Trainer Bauer hat Kambundji innerhalb von 2 Jahren von der "Durchschnittsläuferin" mit 11.50 auf 11.07 gebracht. Sie liegt damit in den Top 5-10 Europas v. 2015 !! Sie liegt damit in den European All-Time 100 m in den Top 50. Da sind Länder wie Russland, DDR mit mehr als 10 Ahtleten vertreten. Nehmen wir die Zeiten ab 2005, dann ist es eine Top-10 Platzierung
  • Kommentar von jc heusser , erstfeld
    Super Leistung Mujinga und Du darfst stolz sein trotz dem ausscheiden! Weiter viel Glück und Kopf hoch "Rio" kommt ja noch!