Zum Inhalt springen
Audio
Wie bekämpfen Athletinnen und Athleten den Jetlag?
Aus Mehr Sport vom 12.07.2022. Bild: Keystone/Peter Klaunzer
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 44 Sekunden.

Leichtathletik-WM in Eugene Rotes Licht, blaues Licht, Nickerchen: Der Kampf gegen den Jetlag

Profi-Athleten sehen sich oft mit Jetlags konfrontiert. Die Lösung ist simpel, zumindest im Hinblick auf die anstehende Leichtathletik-WM.

Am Freitag startet in Eugene, im US-Bundesstaat Oregon, die Leichtathletik-WM. Aus Schweizer Sicht könnte der Zeitunterschied grösser kaum sein. 9 Stunden muss man zurückrechnen, um auf die Uhrzeit in der Universitätsstadt zu kommen. Wie begegnet das Schweizer Leichtathletik-Team dem drohenden Jetlag?

Geschlecht und Alter spielen keine Rolle

Ganz einfach: Man reist einfach früh genug an, um sich an die Zeitzone akklimatisieren zu können. Die grundsätzliche Formel fürs Anreisedatum lautet: Renneinsatz minus 9 bis 10 Tage. Die Schweizer Leichtathletinnen und Leichtathleten haben das bereits an den Olympischen Spielen in Tokio (7 Stunden voraus) so gemacht, was sich durchaus bewährt hat.

Über den Jetlag lässt sich sagen: Er betrifft alle gleichermassen. Egal, ob Frauen oder Männer – die körperliche Schwierigkeit der Umstellung auf eine neue Zeitzone ist keine Geschlechter-Frage, wie Sportmedizinerin Judith Bering bestätigt. Dementsprechend schickt Swiss Athletics all seine Cracks ins Precamp – von Alter, Geschlecht und Sportart unabhängig.

NBA-Stars und der Trick mit dem Licht

Doch so einfach ist es nicht bei allen Sportevents. Oft bleibt nicht eine derart lange Vorbereitungszeit auf einen Wettkampf. So kennen etwa die Spieler der US-Basketballliga NBA das beständige Pendeln zwischen den Zeitzonen. Dort versuchte man, die Auswirkungen des Jetlags mit Licht einzudämmen: Blaues Licht am Morgen und rotes Licht am Abend sollten dem Körper helfen, sich an die neuen Voraussetzungen anzugewöhnen.

Die Basketballer halten sich jedoch nicht wirklich stringent daran und bedienen sich auch anderer Methoden: etwa viel Wasser trinken oder zwischendurch ein Nickerchen machen.

Ob es den deutschen Fussballern half, bei einer Reise nach Kasachastan einfach in ihrer Zeitzone zu bleiben und wieso die Taskforce von Swiss Olympics die Einnahme von Melatonin empfiehlt, aber gleichzeitig davor warnt, erfahren Sie im Audiobeitrag oben.

Radio SRF 1, 1 am Morge, 12.7.22, 6:15 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel