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Russlands Rückkehr in den Weltsport
Aus 10 vor 10 vom 20.09.2018.
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Russland wird begnadigt Wada nimmt Rusada wieder auf

Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada hat die russische Anti-Doping-Agentur Rusada wie erwartet wieder aufgenommen.

Den Beschluss, die russische Anti-Doping-Agentur Rusada wieder aufzunehmen, gab die Wada am Donnerstag bekannt. Die Exekutive soll mit 9:2 Stimmen für eine Wiederaufnahme gestimmt haben.

Die Wada schreibt in einer Mitteilung:

Dieser Entscheid enthält einen klaren von der Wada aufgestellten Zeitplan, bis wann der Zutritt zum Moskauer Labor, den Daten und Proben gewährt werden muss – verbunden mit der Festlegung, dass bei Nichterfüllung des Zeitplans, die Rusada wieder für nicht regelkonform erklärt wird.

Rio 2016 und Pyeongchang 2018 betroffen

Wegen der seit November 2015 geltenden Sanktionen waren russische Leichtathleten und Behindertensportler aus ihren Weltverbänden IAAF beziehungsweise IPC ausgeschlossen. Sie durften 2016 nicht an den Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro teilnehmen.

Das Internationale Olympische Komitee IOC hatte Russland, das bei den Winterspielen 2018 wegen des Staatsdopingskandals nicht unter eigener Flagge starten durfte, unmittelbar nach den Wettkämpfen in Pyeongchang ohne Auflagen wieder mit allen Rechten ausgestattet.

Der grösste Verrat an sauberen Athleten in der olympischen Geschichte.

Der Entscheid wurde von verschiedener Seite harsch kritisiert. Die Vorstandsvorsitzende der deutschen Nada, Andrea Gotzmann, sprach von einem «herben Rückschlag», der «ein falsches Signal» setze.

Jim Walden, Anwalt von Whistleblower Grigorij Rodtschenkow, meinte gar: «Die Entscheidung stellt den grössten Verrat an sauberen Athleten in der olympischen Geschichte dar. Die USA verschwenden ihr Geld mit der Finanzierung der Wada, die ganz offenbar unfähig ist, das russische Staatsdoping zu benennen.»

Sendebezug: SRF 3, info3, 20.9.2018, 17 Uhr

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17 Kommentare

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  • Kommentar von Max Blatter  (maxblatter)
    Ein längst fälliger Entscheid im Sinne der "Entpolitisierung des Sportes". Jetzt ist zu hoffen, dass die Sportverbände den Entscheid akzeptieren und z.B. auch in der Leichtathletik die "neutralen" Sportlerinnen und Sportlern wieder zu Russinnen und Russen werden dürfen! - Klar, das Doping muss - unter Wahrung des Augenmasses! - weiterhin in Beobachtung bleiben; das ist künftig mit dem Zugang der WADA zu den russischen Labors ja auch dort gewährleistet. Deutsche Moral-Apostel, regt euch ab!
  • Kommentar von Will sturzenegger  (afängerli)
    Eeeeeendlich geht diese Ungerechtugkeit zu Ende. Jetzt mal den Ankläger Deutschland richtig kontrollieren!
    1. Antwort von Erich Christen  (che1)
      Können sie mir bitte mit Fakten erklären warum diese wie sie es nennen "Ungerechtugkeit" zustande gekommen ist? Wie kommen sie zu der Ausage "Jetzt mal den Ankläger Deutschland richtig kontrollieren" Fragen über Fragen gälet si.
  • Kommentar von Reto Meier  (auchwassagen)
    Cool dann würde ich sagen man könnte als nächstes mal die Amis dran nehmen, aber da traut sich eh keiner.
    1. Antwort von Erich Christen  (che1)
      Wenn Russland schon Staatdoping betreibt, so kann die USA sicher nicht besser sein. Sonst würde ihr Weltbild wohl einstürzen. Täglich eine gute Portion bashing, da geht es einem gleich viel besser, gälet si.