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Das letzte Rennen von Lea Sprunger
Aus Sport-Clip vom 09.09.2021.
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Schweizer an Weltklasse Zürich Sprungers letzter grosser Auftritt – Josephs grosse Enttäuschung

Hürdenläuferin Lea Sprunger verpasst zum Schluss ihrer Karriere eine Überraschung, während Jason Joseph nach einer Disqualifikation einen bitteren Abend verlebt.

Im mit 20'000 Zuschauern gefüllten Letzigrund sorgten beim Diamond-League-Final in Zürich gleich mehrere Schweizer Athletinnen und Athleten für Aufsehen. Wir liefern ihre Leistungen im Überblick.

  • 400 m Hürden Frauen: Sprungers Dernière vor heimischem Publikum

Bei ihrem letzten Auftritt auf der grossen Bühne verpasste Lea Sprunger einen Exploit. Die 31-jährige Hürdenläuferin hatte in Zürich aber bereits vor Rennstart ihren persönlichen Moment. Mit einem breiten Lächeln winkte sie zum Abschied ins Publikum. Die scheidende Athletin schien die besondere Atmosphäre sichtlich zu geniessen. Im Rennen selbst blieb sie dann ohne Chance und klassierte sich auf dem 8. Rang. Es gewann die Niederländerin Femke Bol mit Meeting-Rekord in 52,80 s.

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Sprunger: «Hatte beim Start Tränen in den Augen»
Aus Sport-Clip vom 09.09.2021.
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  • 110 m Hürden Männer: Joseph zeigt Nerven und sieht Rot

Es sollte seine grosse Show werden, doch stattdessen endete das Heimrennen für den Hürdenspezialisten Jason Joseph mit einer herben Enttäuschung. Der Schweizer sei «nervös gewesen» und leistete sich prompt einen Fehlstart. Da die Strafe dafür im Ermessen des Schiedsrichters liegt, wurde Joseph mit der Höchststrafe (rote Karte) sanktioniert und damit vom Rennen ausgeschlossen.

Einen Achtungserfolg verzeichnete Finley Gaio, der einzig verbliebene Schweizer im Final. Der Mehrkämpfer drehte auf den letzten Metern auf und sicherte sich Rang 6 mit einer Zeit von 13,72 s. Damit egalisierte er sein zweitbestes Resultat in dieser Disziplin und verpasste die eigene Bestleistung, welche er 4 Tage zuvor in Nottwil aufgestellt hatte, um nur 6 Hundertstel. Das Rennen gewann Devon Allen (USA) mit Saisonbestleistung in 13,06 s. Olympiasieger Hansle Parchment (JAM) wurde Dritter.

  • 100 m Hürden Frauen: Kambundjis Debüt bei den «Grossen»

Ditaji Kambundji, die jüngere Schwester von Sprint-Ass Mujinga, beendete das Rennen in 13,01 s auf Rang 8. Es ist die viertschnellste Zeit, welche die 19-Jährige in ihrer Karriere über 100 m Hürden bisher gelaufen ist. Die persönliche Bestleistung (12,94 s), die sie im Juni in Genf aufgestellt hatte, verpasste sie um 7 Hundertstel. Das Rennen gewann Tobi Amusan (NIG) in 12,42 s mit Afrika-Rekord und persönlicher Bestleistung.

  • 800 m Frauen: Hoffmann mit solidem Auftritt

Lore Hoffmann lief die 800 m in einer starken Zeit. Erst dreimal blieb die Westschweizer Mittelstreckenläuferin unter 2 Minuten, in Zürich verpasste sie diese Marke mit 2;00,25 Minuten nur knapp. Das Rennen gewann die erst 19-jährige Britin Keely Hodgkinson, die damit zur jüngsten Diamond-League-Siegerin avancierte.

  • 400 m Männer: Petrucciani verpasst eigene Bestmarke klar

Mit 46,38 s reichte es dem Schweizer Ricky Petrucciani über 400 m auf Rang 7. Seine Saisonbestleistung (45,02 s), die der 21-Jährige an der U23-EM in Tallinn im Juli aufgestellt hatte, verpasste er klar und beendete das Rennen als Vorletzter. Vorne lieferten sich die Favoriten Michael Cherry (USA) und Kirani James (GRN) in Abwesenheit von Olympiasieger Steven Gardiner (BAH) ein Hundertstelduell: Das bessere Ende konnte Jerry (44,41) für sich beanspruchen, der James (44,42) knapp auf Platz 2 verwies.

Speerwerfer Simon Wieland beendete den Wettkampf auf Rang 6. Im 100 m Sprint der Frauen belegten die Schweizer Sprinterinnen Ajla Del Ponte und Mujinga Kambundji die Plätze 3 und 5. Bei den Männern verpasste Silvan Wicki über 100 m seine Saisonbestleistung um 3 Hundertstel, William Reais lief die 200 m in 20,49 s.

SRF zwei, sportlive, 09.09.21, 18:55 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Fabian Grossmann  (Fabian Grossmann)
    Schade ist nirgends zu lesen, dass auch ein Rollstuhlrennen an Weltklasse Zürich statt fand. Kaum sind die Paralympics vorbei, verschwindet der Parasport, selbst wenn 4- und 5- Fache Medaillen Gewinner an einem Event teilnehmen, wieder in den den Niederungen. Das SRF könnte hier das Erste Deutsche Fernsehen gut und gerne als Vorbild nehmen.
  • Kommentar von Maurice Pedergnana  (MP-Views)
    Gänsehaut-Atmosphäre auf dem Letzigrund, feuchte Augen, eine riesige Karriere mit viel Vorbildfunktion geht zu Ende. Ich werde Léa Sprunger vermissen: Alles Gute für deine Zeit nach dem Spitzensportler.