Der Welt-Skiverband FIS hat geschockt auf die Brandkatastrophe in der Neujahrsnacht in Crans-Montana reagiert. «Es ist unmöglich, in Worte zu fassen, wie schmerzlich es ist, dass einer der beliebtesten Schneesport-Orte solch grosses Leid und unersetzlichen Verlust erleiden muss», heisst es in einem Statement.
Crans-Montana ist als Austragungsort verschiedenster Anlässe im Wintersport seit Jahren fest verankert. Im Ski alpin wird auf dem Walliser Hochplateau regelmässig im Weltcup gefahren. So auch diese Saison: Ende Januar (Frauen) und Anfang Februar (Männer) sollen insgesamt drei Rennen stattfinden. Ausserdem ist Crans-Montana 2027 WM-Gastgeber.
Didier Défago, CEO des Grossanlasses, konnte und wollte an Neujahr gegenüber Keystone-SDA nicht kommentieren, welchen Einfluss die Tragödie auf die Weltcuprennen haben würde. Der Abfahrts-Olympiasieger wie auch Swiss-Ski per Communiqué betonten am Donnerstag, dass «die Gedanken bei den Todesopfern, den Verletzten, ihren Familien, Freundinnen und Freunden sind. Den Angehörigen der Verstorbenen entbieten wir unser tiefstes Beileid.»
Rast: «In Gedanken bei den Leuten zuhause»
Camille Rast, die am Samstag und Sonntag im slowenischen Kranjska Gora einen Riesenslalom und einen Slalom bestreitet, drückte ihre Trauer in einer Instagram-Story aus. Auf einem schwarzen Hintergrund postete sie Emojis mit betenden Händen und einer Kerze. Rast ist in Vétroz unweit von Crans-Montana geboren.
«Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es zuhause gerade ist. Ich werde in den Rennen am Wochenende mein Bestes geben, aber in Gedanken bin ich bei den Leuten zuhause», sagte sie im Interview mit SRF.
IOC-Fahnen auf Halbmast
Das IOC mit Hauptsitz in Lausanne setzte die Fahnen auf Halbmast. «Wir möchten dem Land, das uns beherbergt, unsere Solidarität bekunden und uns der grossen Betroffenheit anschliessen, die das Schweizer Volk nach Bekanntwerden dieser furchtbaren Nachricht empfindet», verkündete die IOC-Präsidentin Kirsty Coventry per Communiqué. «Als Zeichen des Respekts wird die olympische Flagge beim Olympischen Museum und im Olympischen Haus auf Halbmast gesetzt.»
Trauerminute in Visp
Im Wallis ist die Bestürzung naturgemäss am grössten. Der FC Sion versah einen Trauer-Post auf Instagram mit dem Hinweis der Behörden, aufgrund der überlasteten Spitäler auf Risiko-Aktivitäten zu verzichten. Der EHC Visp dankte den Einsatzkräften «für ihren schnellen und professionellen Einsatz». Der Swiss-League-Klub trägt am Freitag das Heimspiel gegen Arosa aus. Vor der Partie werde eine Schweigeminute abgehalten.