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Comeback steht bevor Das Duo Hüberli/Brunner ist zurück: «Wir haben grosse Ziele»

Was gut ist, kommt wieder: Das Beachvolleyball-Duo Tanja Hüberli/Nina Brunner steigt in die zweite gemeinsame Etappe.

Anfang Oktober 2024 – nur wenige Monate nach ihrem Olympia-Bronze-Coup in Paris – verkündeten Tanja Hüberli und Nina Brunner das Ende ihrer Erfolgsgeschichte. Brunner erfüllte sich 2025 mit der Geburt ihres ersten Kindes den Wunsch einer eigenen Familie, Hüberli ihrerseits setzte ihre Karriere an der Seite von Leona Kernen fort.

Kein Jahr nach ihrer Trennung kündigten Hüberli/Brunner im September 2025 ihr gemeinsames Comeback an. Ein Comeback, dass nun unmittelbar bevorsteht. Ab dem 8. April bestreitet das alte, neue Gespann im brasilianischen Saquarema sein erstes Turnier nach der Wiedervereinigung.

Hüberli bei 90 Prozent

Sowohl für Brunner als auch für Hüberli wird es der erste Ernstkampf seit langem sein. Hüberli zog sich im vergangenen August eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Nach einer Operation folgte eine lange Pause. «Aktuell geht es mir sehr gut. Es ging länger, als ich zunächst erwartet hatte. Aber inzwischen ist die Beweglichkeit wieder ziemlich gut. Ich würde sagen, dass ich bei 90 Prozent bin», erzählt die 33-Jährige.

Brunner ihrerseits verbrachte nach der Babypause und ihrem Rücktritt vom Rücktritt viele Stunden im Kraftraum, um ihren Körper wieder für Höchstleistungen auf dem Beachvolleyball-Feld vorzubereiten. Schwer fiel ihr das nicht: «Es war die richtige Entscheidung, zurückzukommen. Es macht mir so viel Spass, auch der ganze Aufbau», so die 30-Jährige.

Entscheid für Brunner, nicht gegen Kernen

Um wieder mit Brunner zusammenspannen zu können, musste Hüberli sich nach nur einem gemeinsamen Jahr wieder von der aufstrebenden Kernen trennen. Leicht fiel der Schwyzerin diese Entscheidung gewiss nicht: «Ich habe mich mit Leona sehr wohl gefühlt. Sie war richtig ‹committed›, das fand ich super. Sie war schon enttäuscht, gleichzeitig hatte sie aber auch Verständnis für meinen Entschluss, glaube ich.»

Sie habe sich nicht unmittelbar nach der Anfrage Brunners für eine Wiedervereinigung entschieden, sondern habe sich bewusst eine Woche Zeit gelassen, um sich in Ruhe Gedanken darüber zu machen. «Ich hatte in dieser Zeit aber nie das Gefühl, dass ich es (wieder mit Brunner spielen, Anm. d. Red.) nicht machen werde», schildert Hüberli.

Fernziel Olympia 2028

Nur aus reiner Nostalgie erfolgte die Rückkehr zum Team Hüberli/Brunner aber nicht, das Duo hegt mittel- und langfristig hohe Ambitionen. «Wir wollen noch besser werden, als wir in unserer ersten gemeinsamen Zeit waren», gibt Brunner die Marschrichtung vor. Für ihre Comeback-Saison wollen die Bronzegewinnerinnen von Paris zumindest nach aussen aber keine konkreten Resultate als Ziel angeben: «Wir wollen es ruhig angehen. Aber klar, wenn wir auf dem Feld stehen, wollen wir jedes Spiel gewinnen», so Hüberli.

Das übergeordnete Ziel des «Projekts 2.0» von Hüberli/Brunner ist aber schon jetzt klar: Es ist die Teilnahme bei Olympia 2028 in Los Angeles. Es wären die dritten Sommerspiele für das Erfolgsduo.

SRF zwei, Sportflash, 26.03.2026, 20:00 Uhr ; 

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