31 russische Biathleten unter Dopingverdacht

Nach der Veröffentlichung des Wada-Reports über russisches Staatsdoping wird es allmählich konkreter. Der Biathlon-Weltverband hat eine Liste mit 31 Verdächtigen erhalten.

Biathleten beim Liegendschiessen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 31 Russen unter Verdacht Die Biathlon-Szene könnte bald einen harten Schlag hinnehmen müssen. Imago

Im russischen Dopingskandal rückt die Sportart Biathlon in den Fokus. Nach Veröffentlichung des McLaren-Reports der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada liegt dem Internationalen Biathlon-Verband IBU nach eigenen Angaben eine Liste mit insgesamt 31 dopingverdächtigen Russen vor. Darunter seien auch heute noch aktive Sportler.

Die Liste stamme von der Wada, die bei der Veröffentlichung ihres Berichts über staatlich organisiertes Doping zunächst keine Zahlen bestimmter Sportarten genannt hatte.

Schweizer Biathlon-Trainer fordert «konsequente Massnahmen»

Markus Segessenmann, Chefcoach der Schweizer Biathleten, hat wenig Freude an den neusten Entwicklungen: «Sicher ist es enttäuschend zu erfahren, dass auch in unserem Sport Resultate nicht sportlich fair, sondern mit illegalen Mitteln erreicht wurden. Unsere Erwartung ist, dass die IBU rasch konsequente Massnahmen ergreift.»