- Die Schweizer Curler gewinnen an der EM in Lohja den Halbfinal gegen Italien mit 8:7.
- Im 10. End gelingt der Equipe des CC Genf das benötigte Zweierhaus zum Sieg.
- Im Final vom Samstag (14:00 Uhr live bei SRF) trifft die Schweiz auf Schweden.
Die Schweizer Curler haben an der EM im finnischen Lohja eine Medaille auf sicher. Die Equipe des CC Genf mit Yannick Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel und Benoît Schwarz-van Berkel entschied ein enges Halbfinal-Duell mit Italien mit 8:7 für sich.
Wie bereits beim Aufeinandertreffen in der Round Robin galt es zum Ende der Partie hin, die Nerven zu behalten. Und dies tat Schwarz-van Berkel. Er platzierte den letzten Stein souverän im Haus und machte das benötigte Zweierhaus zum Sieg perfekt. In der Vorrunde hatten die Schweizer Italien dank einem Dreierhaus im letzten End mit 9:8 besiegt.
Retornaz' Patzer vorentscheidend
Die Partie zwischen den von Joel Retornaz angeführten Italienern und den Schweizern mit Skip Schwaller wog zuvor hin und her, die Führung wechselte insgesamt sieben Mal. Mehrmals musste zudem im Haus gemessen werden, welcher Stein shot liegt.
So auch im 7. End, als diese Messung zu Ungunsten der Schweizer ausging. Statt mit einem Zweierhaus wieder vorzulegen, gelang nur der Ausgleich zum 5:5. Im folgenden End wetzte die Equipe des CC Genf diese Scharte aber wieder aus – mit gütiger Mithilfe von Retornaz, dessen letzter Stein sein Ziel verfehlte. Mit einem gestohlenen Stein zum 6:5 rissen die Schweizer die Führung wieder an sich.
Final gegen Schweden
Schwaller, Lachat-Couchepin, Michel und Schwarz-van Berkel spielen am Samstagnachmittag (14:00 Uhr live bei SRF) um Gold und haben damit die Chance, als erstes Schweizer Männer-Team seit 2013 Europameister zu werden. Michel führte das Team mit Simon Gempeler, Sandro Trolliet und Claudio Pätz damals als Skip an. Schwarz-van Berkel war in Stavanger (NOR) als Ersatzspieler dabei.
Gegner im Final ist Schweden. Das Team um Skip Niklas Edin fügte den ungeschlagenen Schotten beim 8:5 die erste Niederlage des Turniers zu. In der Vorrunde dieser EM hatte das Schweizer Quartett die Schweden zum Auftakt 8:4 bezwungen.