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Schweizer Meisterschaften Ende einer Ära: Kein WM-Ticket für Tirinzoni und Schwaller

Frau im roten Sportanzug beim Curling mit Besen.
Legende: Fährt nicht an die WM Silvana Tirinzoni (Archiv). Keystone/Jean-Christophe Bott
  • An den Schweizer Meisterschaften im Curling kommt es zu zwei dicken Überraschungen: Sowohl der CC Aarau um Silvana Tirinzoni wie auch der CC Genf um Yannick Schwaller fahren nicht an die WM.
  • Bei den Frauen verliert das Olympia-Silberteam gegen den von Xenia Schwaller angeführten Grasshopper Club mit 1:2 in der Best-of-3-Serie. Die Genfer müssen sich den Glarnern um Marco Hösli geschlagen geben.
  • Damit endet eine Ära: Seit 2019 wurde die Schweiz an Weltmeisterschaften immer durch Tirinzoni vertreten.

Eine knappe Woche nach der Niederlage im Olympiafinal gegen Schweden musste der CC Aarau um Skip Silvana Tirinzoni bereits die nächste Enttäuschung einstecken. An den Schweizer Meisterschaften in Bern unterlagen Selina Witschonke, Carole Howald, Tirinzoni und Alina Pätz dem jungen Grasshopper Club Zürich im Best-of-3-Final mit 1:2. Das entscheidende Spiel gewannen die von Xenia Schwaller angeführten Zürcherinnen mit 7:3.

Das Duell war lange hart umkämpft gewesen. Als es nach 6 von 8 Ends 3:3 stand, konnten Schwaller und Co. den «Hammer» – das Recht des letzten Steins – nach einem Fehlstein Pätz' voll ausnutzen. Sie schrieben ein Dreierhaus und zogen auf 6:3 davon. Diese Hypothek vermochten die vierfachen Weltmeisterinnen nicht mehr aufzuholen. Die Aarauerinnen mussten im letzten End viel riskieren – ohne Erfolg.

Nach 6 WM-Medaillen beginnt eine neue Ära

Nach einem gestohlenen Stein zum 7:3 war der erste Schweizer Meistertitel von Selina Rychiger, Fabienne Rieder, Selina Gafner und Xenia Schwaller (Cousine von Yannick Schwaller) amtlich. Die Junioren-Weltmeisterinnen von 2024, die in der Weltrangliste den 6. Platz belegen, dürfen die Schweiz nun erstmals auch an den Titelkämpfen der Profis vertreten. Diese finden im März in Calgary statt.

Gleichzeitig endet im Schweizer Frauen-Curling damit eine Ära. Seit 2019 hatte immer Tirinzoni das Schweizer Team an Weltmeisterschaften angeführt – und dabei immer mindestens Silber geholt. Nun muss die routinierte Equipe einem jüngeren Quartett den Vortritt lassen. Auch die Zukunft des CC Aarau in dieser Zusammensetzung dürfte nun diskutiert werden.

CC Genf muss Glarnern den Vortritt lassen

Auch bei den Männern gab es eine Überraschung. Die Olympia-Bronzegewinner um Skip Yannick Schwaller mussten sich im Final ebenfalls mit 1:2 dem Glarner Team um Skip Marco Hösli geschlagen geben. Ein bis zum Schluss hochspannendes letztes Spiel endete dank einem Zweierhaus im 8. End mit 5:4 für die Glarner. Erstmals seit 2023 ist es nicht der CC Genf, der für die Schweiz an die WM reist.

Die Glarner mit Justin Hausherr, Simon Gloor, Philipp und Marco Hösli bejubelten erstmals den Schweizer Meistertitel. In Ogden im US-Bundesstaat Utah werden sie vom 27. März bis 4. April um WM-Medaillen kämpfen.

SRF zwei, Milano Cortina live, 22.02.26, 11:00 Uhr ; 

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