- Das Schweizer Männer-Team um Skip Marco Hösli verpasst an der WM in Ogden den Halbfinal haarscharf.
- Das Glarner Quartett muss sich im Viertelfinal dem Gastgeber nach einer 6:3-Führung im Zusatzend geschlagen geben.
- Am Ende ziehen die USA mit einem 9:8-Erfolg in den Halbfinal gegen Schweden ein.
Das 9:5 im letzten Round-Robin-Spiel gegen die USA war kein gutes Omen: Gegen den gleichen Gegner verloren die Schweizer Curler einen Tag später im Viertelfinal nach Zusatzend mit 8:9 und verpassten damit die Halbfinals haarscharf.
Was die Niederlage umso ärgerlicher macht: Im 11. End besassen die Schweizer das Recht des letzten Steins. Doch John Shuster, der erfahrene Skip der Amerikaner, spielte in diesem zwei hervorragende Steine. Philipp Hösli, der beim Glarner Team die Fourth-Position inne hat, misslang hingegen der 1. Versuch.
So sah er sich mit seinem letzten Stein mit einer fast unlösbaren Aufgabe konfrontiert. Im Haus lagen drei amerikanische Steine und es gab für Philipp Hösli kaum Optionen, seinen Stein «shot» zu bringen. Der riskante letzte Versuch misslang denn auch und die USA stahlen einen Punkt zum Sieg.
Das Dreierhaus zum 6:3 reicht nicht
Kurz nach Spielhälfte hatte es für die Schweizer, die ihre 1. WM spielten, noch komfortabel ausgesehen. Nach einem Dreierhaus im 6. End lagen sie mit 6:3 in Führung. Doch die folgenden beiden Ends verliefen gar nicht nach dem Gusto von Justin Hausherr, Simon Gloor, Skip Marco Hösli und Philipp Hösli.
Zuerst verkürzten die USA auf 5:6 und stahlen danach 2 Steine zum 7:6. Im 9. End rissen die Schweizer das Steuer noch einmal herum, ehe sich die Gastgeber ins Zusatzend retteten. Dort behielt die routiniertere Equipe das bessere Ende für sich.
Starke Round Robin mit 9 Siegen
Am Ende machten ein paar wenige (Fehl-)Steine den Unterschied. Auch waren vielleicht nicht alle taktischen Entscheidungen des Glarner Quartetts in der 2. Spielhälfte glücklich.
Doch mit ein wenig Distanz dürfen die jungen Schweizer, die sich mit dem Sieg an den nationalen Meisterschaften gegen die Olympia-Dritten um Yannick Schwaller etwas überraschend das WM-Ticket gesichert hatten, viel Positives aus dem Turnier im Bundesstaat Utah ziehen. Sie konnten auch auf diesem Niveau hervorragend mithalten, gewannen in der Round Robin 9 von 12 Spielen und kamen einem Medaillengewinn nahe.