Weiterhin magere Jahre im Schweizer Eiskunstlaufen

Von Donnerstag bis Samstag finden in Luzern die Schweizer Elite-Meisterschaften im Eiskunstlaufen statt. Wie steht es um diese Sportart hierzulande?

Die Zeiten der Schweizer Eiskunstlauf-Erfolge sind vorbei. Nach Stéphane Lambiel (2010) trat ein Jahr später mit Sarah Meier auch die zweite Ausnahme-Erscheinung vom aktiven Sport zurück.

Ist das nächste Schweizer Talent, das es an die Weltspitze schaffen könnte, in Sicht? Antwort: nein. Dies hat diverse Gründe, erklären Meier und Martin Häfelfinger, Chef Leistungssport bei Swiss Ice Skating, im obigen Audio-Beitrag:

  • Der Athlet/die Athletin – «Es braucht ein Ausnahmetalent, das die körperlichen Voraussetzungen mitbringt und die Fähigkeit, hart zu arbeiten.» (Meier)
  • Der Trainer/die Trainerin – «An der Basis wird teils falsch gearbeitet. Die Talente arbeiten oft nicht mit den besten Trainern zusammen.» (Häfelfinger)
  • Das Commitment – «Es herrscht ein Sicherheitsdenken in der Schweiz. Wer ist mit 6, 7 Jahren bereit, alles auf eine Karte zu setzen?» (Häfelfinger)
  • Die Konkurrenz – «Die Weltspitze hat sich in den letzten Jahren rasant weiter entwickelt.» (Meier)