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Beste Schweizer Golferin Neue Liga, neue Herausforderungen: Tamburlini auf der LPGA Tour

Chiara Tamburlini schlägt 2026 auf der LPGA Tour ab. Vor allem mental muss sich die Ostschweizerin dafür anpassen.

Eine Premiere war die Teilnahme auf der LPGA Tour für Chiara Tamburlini vor einer Woche in der chinesischen Provinz Hainan nicht. Und doch fühlte sich das Turnier für die beste Golfspielerin der Schweiz besonders an. Weil sich Tamburlini im letzten Jahr die Spielberechtigung für die prestigeträchtigste Tourstufe erspielt hatte, nahm sie zum ersten Mal nicht nur als «Gast» teil.

Die Ostschweizerin schaffte knapp den Cut der besten 75 Spielerinnen und spielte sich letztlich auf den 46. Schlussrang vor. «Es war nicht mein bestes Turnier, aber für den Start ganz okay. Ich bin nicht mega happy, aber auch nicht ganz unzufrieden», beschreibt sie ihre Gefühlslage im Rückblick

Mentalcoach zur Seite

Während es im Winter spielerisch keine Anpassungen brauchte, musste Tamburlini vor allem im Kopf arbeiten. «Gute Golfschläge sind auch hier gute Golfschläge, so wie schlechte Schläge schlechte Schläge sind. Aber ich muss akzeptieren und verstehen, dass ich hierhin gehöre.» Seit Mitte des letzten Jahres arbeitet die 26-Jährige mit einem Mentalcoach zusammen. Er helfe ihr, während des Turniers im Moment zu bleiben und sich nicht in Gedankenspielen zu verlieren.

Noch weiter sind die Reisen in Tamburlinis neuer Welt. Nach dem Abstecher nach China kehrte sie in die Schweiz zurück, ehe sie an die Westküste der USA aufbrach, wo die nächsten Turniere anstehen. Die kommenden Wochen werden für die Schweizerin «sehr intensiv». Wettkampftag folgt auf Wettkampftag, während den Pausen folgt die Weiterreise, dann wird wieder trainiert. «Ich bin mir das soweit aber gewöhnt», so Tamburlini,

Reisen werden selbst geplant

Ohnehin ähnelt der Alltag der bestklassierten Schweizer Golferin jenem der letzten Jahre. Die Reisen plant Tamburlini selbst, bei der Wahl der Unterkünfte rotiert sie zwischen Hotels, Ferienwohnungen und Gastunterkünften.

Richtig ernst gilt es für Tamburlini in den kommenden Wochen, wenn die ersten Majors anstehen. Sie gibt freimütig zu, dass sie das Qualifikationsprozedere noch nicht ganz durchschaut hat. Manchmal sind die besten 75 der Welt dabei, ein anderes Mal nur die Top 50, dazu kommen Ausnahmeregeln, «das ist bei jedem Turnier wieder anders». Doch das Rezept ist für Tamburlini simpel. «Wenn ich gut spiele, habe ich gute Chancen, sonst nicht.»

SRF zwei, «Sportflash», 16.03.2026, 20:00 Uhr ; 

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