Der 31-jährige Aaron Rai war bisher ein Profigolfer mit überschaubarem Leistungsausweis. In der Weltrangliste lag er vor dem vergangenen verlängerten Wochenende auf Platz 44, auf der PGA Tour hatte er einen einzigen Sieg vorzuweisen. Auf Stufe Major war sein Bestergebnis zuvor Rang 19, errungen bei den US Open in der vorletzten Saison.
An diesem Sonntag aber schlug für Rai die grosse Stunde. Er spielte eine 65er-Runde, fünf unter Par. Auf seiner Skore-Karte hatte er neben drei Bogeys sechs Birdies und einen Eagle stehen. Den unerwarteten Triumph sicherte er sich mit einem Birdie am 17. Loch dank eines herausragenden Putts aus über 20 Metern. Als erst zweiter Engländer gewann er die PGA Championship – als erster seit sage und schreibe 107 Jahren.
Mit einem Gesamtergebnis von neun unter Par setzte sich Rai mit drei Schlägen Vorsprung vor dem Spanier Jon Rahm, dem Sieger der US Open 2021 und des Masters 2023, und Alex Smalley durch. Der US-Amerikaner, auch er ein Aussenseiter, hatte den finalen Durchgang als Führender mit zwei Schlägen Vorsprung in Angriff genommen.