- Die Schweiz beendet die EM ohne Sieg in der Hauptrunde. Das Team von Trainer Andy Schmid verliert in Malmö gegen Co-Gastgeber Schweden mit 21:34 (12:14).
- Schwedens Torhüter Andreas Palicka brilliert mit 20 Paraden.
- Für Schweden kommt der Nackenschlag mit dem Verpassen der Halbfinals schon vor dem Anpfiff.
Die bittere Nachricht erreichte Co-Gastgeber Schweden ungefähr eine Stunde vor dem Anpfiff der Partie gegen die Schweiz: Weil zunächst Island (39:31 gegen Slowenien) und danach Kroatien (27:25 gegen Ungarn) ihre letzten Partien der Hauptrunde gewonnen hatten, war klar, dass der Rekord-Europameister (5 Titel) vorzeitig ausgeschieden ist. Kroatien als Gruppensieger und die Isländer (weil sie das Direktduell gegen Schweden gewonnen haben) stehen im Halbfinal.
Auch der Trostpreis war für die Nordeuropäer schon vor dem Spiel bekannt: Schweden «darf» im Duell der Gruppendritten noch um Rang 5 kämpfen – Gegner wird Portugal sein. Für die Schweiz war spätestens nach dem 38:38-Unentschieden gegen Island im letzten Spiel klar, dass die Europameisterschaften nach der Hauptrunde zu Ende sein würden. So verkam das Aufeinandertreffen in Malmö zu einer Kehrauspartie.
Schweiz für Schwächephasen bestraft
Für die Schweiz ging es immerhin darum, den ersten Sieg überhaupt in einer EM-Hauptrunde zu feiern. Und es sah – wie so oft an diesen Titelkämpfen – zunächst sehr gut aus. Nach einem sehenswerten Treffer von Felix Aellen konnte sich die Schweiz ein 4-Tore-Polster erarbeiten. Nach gut 23 Minuten führten die Schweizer mit 12:8. Lenny Rubin überzeugte in dieser Phase mit 5 Treffern.
Doch dann folgte eine lange Schwächephase: Bis zur Pause gelang der Schmid-Equipe kein Treffer mehr, die Schweden hingegen trafen im Minuten-Takt. Bis zur Pause hatte der Favorit die Partie gedreht und eine 14:12-Führung herausgespielt.
Überragender Torhüter Palicka
In der 2. Halbzeit ging es nicht besser weiter. Auch dank eines überragenden Andreas Palicka im schwedischen Tor blieb die Schweiz phasenweise über 10 Minuten ohne ein Erfolgserlebnis. Der 39-jährige Schwede zeigte eine Weltklasse-Leistung mit 20 Paraden und einer Quote von 50 Prozent gehaltener Schüsse. Für Palicka war es womöglich das letzte Spiel für die Nationalmannschaft, er wird nach der EM zurücktreten.
So nahm eine starke EM aus Schweizer Sicht mit der hohen 21:34-Niederlage ein doch eher unrühmliches Ende. In der Endabrechnung wird die Nati den 12. Rang (von 24 Teams) belegen. Aber auch Schweden hat sich im Vorfeld der Endrunde mehr ausgerechnet. Ausgerechnet am Heimturnier verpassen die Nordeuropäer zum ersten Mal seit 2020 eine Medaille.
Halbfinals am Freitag
Definitiv um die Medaillen geht es ab Freitag in Dänemark. Am 30. Januar finden im dänischen Herning die Halbfinals statt. Dort trifft Co-Gastgeber Dänemark als Sieger der Hauptrundengruppe I auf Island, Kroatien misst sich mit Deutschland. Der Final findet am kommenden Sonntag ebenfalls in Herning statt.