- Dänemark schlägt Deutschland in einem packenden Final mit 34:27 (18:16) und holt zum 1. Mal seit 14 Jahren EM-Gold.
- Deutschland hingegen muss weiter auf die 1. EM-Medaille seit dem Triumph 2016 warten.
- Im Spiel um Platz 3 sichert sich Kroatien gegen Island die Bronzemedaille.
4 Mal in Folge hat Dänemark den WM-Titel gewonnen, zuletzt im vergangenen Jahr. Olympia-Gold haben die Nordeuropäer 2024 geholt. Und nun folgte ausgerechnet am Heim-Turnier die Krönung: Nach 14 Jahren des langen Wartens konnte der Co-Gastgeber wieder einmal EM-Gold holen. Zum insgesamt 3. Mal nach 2008 und 2012.
In einer packenden Partie in Herning setzte sich der Topfavorit vor 15'000 frenetischen Fans mit 34:27 (18:16) gegen Deutschland durch. Das Spiel bot alles: herrliche Treffer, Glanzparaden – aber auch einige Fehler auf beiden Seiten.
Deutschland lässt sich abschütteln
Dänemark lag praktisch immer in Führung, konnte sich gegen hartnäckige Deutsche lange nicht entscheidend absetzen. Nach der frühen roten Karte gegen Defensiv-Spezialist gegen Tom Kiesler erarbeiteten sich die Dänen erstmals einen 3-Tore-Vorsprung (10:7). Doch so richtig abschütteln konnte man Deutschland nicht.
Definitive Entscheidung kurz vor Schluss
Auch nach der Pause lagen die Vorteile bei den Dänen, der Vorsprung betrug zwischenzeitlich 4 Tore. Doch Deutschland blieb dran und kämpfte sich immer wieder zurück. Schliesslich schlichen sich bei den Deutschen ein paar Fehler mehr ein. So auch in der Schlussphase, als das Team von Alfred Gislason zunächst einen Siebenmeter verschoss und dann die 2. rote Karte kassierte. Es war der Nackenschlag: Dänemark liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und holte sich den langersehnten Titel.
Gidsel stellt neuen Torrekord auf
Bester Werfer bei den Dänen war Simon Pytlick mit 8 Treffern. Welthandballer Mathias Gidsel, der vor dem Final zum MVP des Turniers gewählt worden war, gelangen 7 Tore aus 14 Versuchen. Der 26-Jährige stellte zudem einen EM-Torrekord auf: Gidsel erzielte beim Turnier in seiner Heimat bei 9 Einsätzen insgesamt 68 Treffer und übertraf damit eine 6 Jahre alte Bestmarke. Der Norweger Sander Sagosen hatte bei der EM 2020 65 Tore erzielt.
Zum besten Spieler der Finalpartie wurde Torhüter Kevin Möller ausgezeichnet (8 Paraden, knapp 35 Prozent gehaltener Schüsse).
Kroatien sichert sich Bronze
Im Spiel um die Bronzemedaille hatte sich kurz vor dem Final Kroatien gegen Island mit 34:33 (17:14) durchgesetzt. Für den Vize-Weltmeister ist es das 7. Edelmetall an Europameisterschaften. Zum besten Torschützen bei den Kroaten avancierte Rückraumspieler Tin Lucin mit 9 Treffern. Bei den Isländern, die ihre zweite EM-Medaille nach Bronze 2010 verpassten, versenkte Omar Ingi Magnusson alle seine 12 Würfe – 10 davon waren Siebenmeter.