Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Ausgleich 3 Sekunden vor Ende Nach dem EM-Krimi gegen die Färöer bleibt der Schweiz ein Punkt

  • In ihrem 1. EM-Spiel trennen sich die Schweizer Handballer und die Färöer mit 28:28.
  • Die Schweiz liegt nach der Pause zwar 13:19 zurück, ist am Ende aber nahe dran am Sieg.
  • Der Ausgleich der Färinger fällt 3 Sekunden vor dem Ende.

Nach geschlagener Schlacht wusste Trainer Andy Schmid nicht so recht, ob er sich freuen oder enttäuscht sein soll. Einerseits trennten seine Equipe nur 3 Sekunden vom 1. EM-Auftaktsieg überhaupt bei der 6. Teilnahme. Andererseits lagen seine Schützlinge in der 2. Halbzeit auch phasenweise mit 6 Treffern in Rücklage. Unter dem Strich bleibt nach einem wahren Krimi ein Punkt, der im weiteren Turnierverlauf noch viel wert sein könnte.

Jacobsen und Poulsen retten die Färöer

Wenig hatte gefehlt und die Schweiz hätte 2 Punkte aus der mit 6500 (!) Färingern gefüllten Arena in Oslo entführt. Beim «Auswärtsspiel» in Norwegens Hauptstadt – die Färöer-Fans waren unter anderem mit 26 Charterflügen angereist – lag die Nati 21 Sekunden vor Schluss 28:27 vorne, spielte allerdings in Unterzahl, als Schmid ein Timeout nahm.

Bei angezeigtem Zeitspiel ging Regisseur Manuel Zehnder in den Abschluss, scheiterte aber 17 Sekunden vor der Sirene an Pauli Jacobsen. Es wäre die Entscheidung gewesen. So aber kamen die Färinger noch zu einem letzten Angriff – und glichen durch Vilhelm Poulsen in extremis aus. Manuel Zehnders Schuss ins leere Tor überquerte die Torlinie der Färinger Sekundenbruchteile zu spät.

Nach dem 13:19 dreht die Schweiz auf

Die Partie hatte ausgeglichen begonnen. Angetrieben von ihren lautstarken Fans – jeder 9. Einwohner der Färöer-Inseln war im Stadion zugegen – gingen die Färinger mit einem 15:13 in die Pause. Statt nach dem Seitenwechsel zu reagieren, kassierten die Schweizer 4 Treffer in Folge und lagen in der 36. Minute mit 13:19 hinten.

Zu diesem Zeitpunkt sah es ganz schlecht aus für die Nati. Doch das Team zeigte grosse Moral und machte dank eines 8:0-Laufs aus dem 13:19 ein 21:19. Ausschlaggebend für diesen «Run» war:

  • Nikola Portner lief zu absoluter Höchstform auf und machte zahlreiche Angriffe der Färöer mit starken Paraden zunichte.
  • Noam Leopold war auch in dieser Phase eine Bank von der 7-Meter-Linie. Seine Bilanz am Schluss: 5 Versuche, 5 Tore.
  • Der von einer Verletzung zurückgekehrte Manuel Zehnder übernahm in der Offensive Verantwortung und versenkte entscheidende Würfe.

Es wäre Manuel Zehnder zu gönnen gewesen, dass auch sein letzter Schuss gepasst hätte. Doch der starke Jacobsen hatte etwas dagegen. Bester Schweizer Werfer war Leopold mit 7 Toren. Bei den Färingern war Kiels Superstar Elias Ellefsen á Skipagötu mit 9 Treffern überragend. Hinter seinem Einsatz war lange ein Fragezeichen gestanden. Der Rückraumspieler präsentierte sich dann aber in blendender Verfassung.

So geht es weiter

Am Samstag geniesst die Schweiz wie auch die anderen Teams in der Gruppe D einen Ruhetag. Am Sonntag geht es dann gegen Gruppenfavorit Slowenien weiter. Der Sechste der EM 2024 setzte sich in einem äusserst knappen und spannenden Offensiv-Spektakel mit 41:40 gegen Montenegro durch. Es war das torreichste EM-Spiel der Geschichte. Die Partie Schweiz – Slowenien beginnt um 20:30 Uhr, SRF überträgt live.

Übersicht

SRF zwei, sportlive, 16.01.2026, 20:10 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel