Die Schweizer Handballer haben zum zehnten Mal den Yellow Cup gewonnen. Da die Schweiz und Nordmazedonien in den ersten beiden Partien siegten, kam das abschliessende Direktduell am Samstag einem Final gleich. Den Einheimischen genügte aufgrund des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden zum Turniersieg. Dieses erreichten sie beim 29:29 – verpassten aber den durchaus möglichen ersten Sieg gegen die Nordmazedonier seit 23 Jahren.
Zur Pause hatte es nach einer eindeutigen Sache ausgesehen. Die Equipe von Trainer Andy Schmid führte nach einer konzentrierten Leistung 18:13. In der zweiten Halbzeit entwickelte sich vor einer äusserst stimmungsvollen Kulisse mit vielen Fans der Osteuropäer dann aber eine packende Partie. Samuel Zehnder vergab in der 45. Minute nach einem Gegenstoss allein vor dem nordmazedonischen Keeper Martin Tomovski die goldene Chance zum 25:20.
Ben Romdhane prägt Schlussphase
Das rächte sich beinahe. In der 54. Minute lagen die Gäste mit 27:26 zum einzigen Mal in dieser Begegnung vorne. Dann kam die grosse Zeit von Medhi Ben Romdhane, der die Schweizer mit zwei Toren zum 28:27 (58.) wieder in Führung brachte und 50 Sekunden vor dem Ende auch das 29:28 erzielte. Mehr als das 29:29 gelang Nordmazedonien in der Folge nicht mehr – zuvor hatte die SHV-Auswahl siebenmal in Folge gegen diesen Gegner verloren.
Die Schweizer bleiben nun noch bis Mittwochmorgen in Winterthur, dann fliegen sie nach Oslo, wo sie am 16. Januar im ersten Vorrundenspiel der EM auf die Färöer treffen. Die weiteren Gegner sind Slowenien (18. Januar) und Montenegro (20. Januar). Die Mannschaft scheint gerüstet zu sein.