- GC Amicitia gewinnt das entscheidende 5. Spiel im Playoff-Final gegen Brühl mit 25:22 und damit nach dem Cup auch die Meisterschaft.
- Die Zürcherinnen liegen ab dem 5:4 in der 11. Minute durchgehend in Führung, spannend bleibt es aber bis kurz vor Schluss.
- Die langjährige Nationalspielerin Kerstin Kündig feiert damit einen perfekten Abschied als Handball-Profi.
In der Schlussphase wurde es in der Zürcher Saalsporthalle nochmals richtig spannend. Der 34-fache Schweizer Meister Brühl kam in der 56. Minute dank 4 Toren in Folge auf 21:22 heran. Das Heimteam blieb aber cool und ausgerechnet Kerstin Kündig beruhigte die Gemüter der Zürcher Fans mit dem 23:21 wieder. Es war der erste und einzige Treffer in der «Belle» der abtretenden 32-Jährigen – aber ein äusserst wichtiger.
Die Denkerin und Lenkerin der GC-Offensive war im letzten Sommer für eine Saison aus dem Ausland zurück in die Schweiz gekommen. Wenig später konnte sie ihre aktive Handball-Karriere mit einem Pokal in der Hand beenden. Denn die Zürcherinnen hielten dem Druck der Gäste in den Schlussminuten stand siegten am Ende mit 25:22. Es war der 5. Heimsieg im 5. Spiel der Finalserie.
Erfolgreiche Revanche
Damit revanchierten sich die Zürcherinnen für die Niederlage im entscheidenden Spiel von vor zwei Jahren. Damals gewannen die Ostschweizerinnen die Finalissima nach Verlängerung. Dieses Mal ging GC Amicitia bereits mit einer knappen Führung (13:11) in die zweite Hälfte des Spiels. Über die folgenden 30 Minuten gaben die Gastgeberinnen ihren Vorsprung nicht mehr her, Brühl kam höchstens bis auf ein Tor heran.
Für den Zürcher Verein ist es der erste Meistertitel seit der Fusion zwischen dem ZMC Amicitia Zürich und den Grasshoppers im Jahr 2010. Zudem feiert der Klub nach dem Cupsieg in dieser Saison das Double. Die Ostschweizerinnen auf der anderen Seite mussten sich nach drei Meistertiteln in Folge erstmals wieder geschlagen geben.