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Handballerin im «Final Four» Nun auf der grossen Bühne: Bucher will den nächsten Cupsieg

Im «Final Four» geht es am Wochenende in Stuttgart um die deutsche Pokal-Trophäe. Mittendrin: die Schweizerin Nuria Bucher.

Am Sonntag stand Nuria Bucher noch mit der Schweizer Handball-Nati im Einsatz. Im Rahmen der EM-Quali bot man auswärts dem grossen Favoriten Niederlande Paroli und musste sich bloss mit 22:25 geschlagen geben. Rückraumspielerin Bucher zeigte eine gute Leistung, erzielte aus 6 Würfen 5 Tore.

Am Samstag steht Bucher die nächste Bewährungsprobe bevor. Mit der HSG Blomberg-Lippe trifft die Schweizerin im Rahmen des «Final Four» des DHB-Pokals auf Dortmund. Der Gewinner dieses Halbfinals spielt tags darauf um die Trophäe. «Ich freue mich mega. Es wird ein unvergessliches Erlebnis», sagt Bucher, die im Sommer 2025 von den Spono Eagles nach Nordrhein-Westfalen gewechselt ist.

Ein Karriere-Highlight für Bucher

Die 20-jährige Aargauerin geht sogar so weit, das «Final Four» in Stuttgart als das bisherige Highlight ihrer Karriere zu bezeichnen. «Es geht um einen Titel und wir werden alles auf der ‹Platte› lassen, um ihn zu holen», so Bucher. Es sei wichtig, die Nervosität im Griff zu haben. «Schliesslich spielen einige zum ersten Mal um einen solchen Titel.»

Bucher kennt das Gefühl eines Cupsieges bereits – allerdings auf kleinerer Bühne. Im Vorjahr holte sie mit den Spono Eagles in einem nervenaufreibenden Endspiel gegen Zug die Schweizer Cup-Trophäe. Beim 24:23-Erfolg hatte Bucher in den Schlusssekunden mit einem abgefangenen Ball den möglichen Ausgleich verhindert.

War Bucher bei den Spono Eagles noch eine der Teamleaderinnen gewesen, musste sie sich nach ihrem Wechsel in die Bundesliga hintenanstellen. Die HSG Blomberg-Lippe ist in Deutschland eines der Topteams, belegt in der Meisterschaft Rang 2. «Ich kann mich in den Trainings beweisen und erhalte auch immer mehr Spielzeit. Hoffentlich geht es so weiter», sagt Bucher. Auf 22 Saisontore kommt die Natispielerin. Hinter der Spanierin Ona Vegué hat sie sich als Siebenmeterschützin Nummer 2 etabliert.

Davon lassen wir uns nicht unterkriegen.
Autor: Nuria Bucher vor dem Duell mit Dortmund

Die starke Ausbeute von 30:4 Punkten reicht in der Frauen-Bundesliga nicht zur Tabellenführung. Ausgerechnet Dortmund, der Gegner vom Samstag, hat noch einen Zähler mehr geholt. Der Pokal-Halbfinal ist denn auch so etwas wie das vorweggenommene Endspiel, sind diese beiden Equipen doch dem Rest der Liga etwas enteilt. Bucher sagt: «In der Meisterschaft haben sie uns geschlagen. Deshalb sind sie der Favorit. Aber davon lassen wir uns nicht unterkriegen.»

SRF zwei, sportlive, 8.3.26, 15:00 Uhr ; 

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