Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Nach Remis gegen Ungarn Schmid zähneknirschend: «Doch, ich bin zufrieden»

Im Schweizer Lager löst das 29:29 gegen Ungarn im ersten EM-Hauptrundenspiel seit 2004 unterschiedliche Gefühle aus.

Die Schweizer Nati erlebt an der Handball-EM in Norwegen, Schweden und Dänemark eine stetige Achterbahnfahrt. Diese geht auch nach dem Ortswechsel von Oslo nach Malmö weiter: Nach dem 29:29 gegen Ungarn zum Auftakt der Hauptrunde bleibt die Erkenntnis, dass deutliche Vorsprünge und Rückstände bei Schweizer Spielen im Allgemeinen kein Garant für Siege oder Niederlagen sind.

Gegen die Färöer lag die Schweiz mit 6 Treffern in Rücklage, holte aber noch ein Remis. Gegen Slowenien dann das Horrorszenario: Ein 9-Tore-Vorsprung verwandelte sich in eine Pleite mit 3 Toren Unterschied. Und nun gegen Ungarn quasi die Antithese zur Färöer-Partie: Zwischenzeitlich 7 Längen Vorsprung reichten nicht zu 2 Punkten, sondern nur zu einem. Nur gegen Montenegro liessen die Schweizer nie Zweifel über den Ausgang des Duells aufkommen.

Schmid bei Analyse hin- und hergerissen

Andy Schmid wusste im SRF-Interview nicht so recht, wie er den jüngsten Auftritt seiner Schützlinge einordnen sollte. «Wir sind die Schweiz, spielen gegen Ungarn und holen in einer Hauptrunde einen Punkt. Das steht schwarz auf weiss. Aber nach diesem Spielverlauf gibt es natürlich schon ein paar Sachen auszusetzen. In den Momenten, in denen wir das Spiel zumachen könnten, verwerfen wir. In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht.»

Wir hätten auch zusammenbrechen können.
Autor: Andy Schmid

Auch die letzte Angriffsaktion, in der die Schweiz in Überzahl agierte und durch Mehdi Ben Romdhane die Chance auf den Siegtreffer nicht wahrnahm, stiess dem Coach sauer auf. «Da darfst du nie im Leben in ein Stürmerfoul hineinlaufen. Da brauchen wir im Minimum einen Abschluss.» Gerade das Slowenien-Spiel hat ihn aber auch Bescheidenheit gelehrt. «Wir hätten auch zusammenbrechen können, wenn man daran denkt, was wir vor einigen Tagen erlebt haben. Doch, ich bin zufrieden», so Schmid.

Hintermannschaft steht solid

Nikola Portner konnte seinen Frust weniger gut verbergen. «Bei einem Punkt ist es immer ein 50:50-Gefühl. Ich sage: Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Wir führen mehr oder weniger während des ganzen Spiels. Aber es ist so, wie es ist», meinte der Goalie. Im Hinblick auf das Spiel am Sonntag gegen Kroatien schöpft Portner aus der soliden Defensivleistung Zuversicht. «Was die Verteidigung angeht, haben wir es heute über 60 Minuten gut gemacht. Ich glaube, das hat uns den Punkt gebracht.»

SRF info, Sportlive, 23.01.2026, 17:40 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel