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Out in EM-Hauptrunde ist fix 38:38: Schweiz schrammt gegen Favorit Island am Sieg vorbei

  • Die Schweizer Handballer spielen an der EM in Malmö gegen Favorit Island 38:38.
  • Eine starke Leistung mündet im 2. Punktgewinn in der Hauptrunde.
  • Trotzdem ist das Out in der EM-Kampagne besiegelt.
  • Zum Abschluss misst sich die Schweiz am Mittwoch mit Gastgeber Schweden.

Knapp 2 Minuten vor Schluss kassierte Lenny Rubin beim Stand von 38:37 aus Schweizer Sicht nach Videostudium eine 2-Minuten-Strafe wegen eines unglücklichen Ellbogenstosses. Die folgende Überzahl nutzten die Isländer zum erstmaligen Ausgleich seit dem 22:22 kurz nach Beginn der 2. Halbzeit.

Wenige Sekunden und ein hart gepfiffenes Stürmerfoul gegen die Schweiz später erhielt der Favorit in der Malmö Arena gar die Chance auf den Siegtreffer. Die Nordländer zögerten den Abschluss bis auf die letzten Sekunden hinaus und blieben am Ende an der Schweizer Defensive hängen, es blieb beim 38:38.

Damit verpasste die Schweiz den ersten Sieg in einer EM-Hauptrunde knapp. Der 2. Punktgewinn ist aber dennoch beispiellos – und dies gegen einen Medaillenkandidaten, der den Sieg in der engen Hauptrundengruppe II ebenfalls bitter nötig gehabt hätte. Während die Isländer weiter zittern, ist die EM-Kampagne für die Schweiz nach der Hauptrunde definitiv vorbei.

Per Videostudium zum Pausenausgleich

In der 1. Halbzeit hatte das Team von Trainer Andy Schmid überraschend gut mit dem Tabellenführer der Gruppe II mithalten können. Ab dem 10:10 lag die Schweiz bis zum Seitenwechsel gar stets in Front, nach 20 Minuten gab es beim 13:10 die einzige 3-Tore-Führung der 1. Halbzeit.

37 Sekunden vor der Pause zeigte Nikola Portner seine bereits 6. Parade des Spiels und verwehrte dem bislang überragenden Viggo Kristjansson aus bester Position den Treffer zum 19:19-Ausgleich. Doch kurz darauf glich der Favorit aus dem hohen Norden doch noch aus. Das Tor von Ellidi Vidarsson musste allerdings gecheckt werden: Die Videobilder zeigten, dass der Ball die Torlinie wenige Zehntelssekunden vor der Sirene überquert hatte.

Beide Mannschaften agierten über weite Strecken in einem horrenden Tempo. Zudem spielte die SHV-Auswahl deutlich variabler als 2 Tage zuvor bei der 24:28-Niederlage gegen Kroatien. Die Schweizer Topskorer Noam Leopold und Gino Steenaerts schafften das Kunststück, jeweils alle ihre Versuche zu verwerten (7 respektive 6).

So geht es weiter

Die Verschnaufpause vor dem Abschluss der Hauptrunde und damit auch der EM-Kampagne für die Schweiz ist kurz: Bereits am Mittwochabend (20:30 Uhr) steht das letzte Spiel gegen Gastgeber Schweden an. Die Partie zeigen wir live im Stream und ab 21:50 Uhr auf SRF info.

Die Schweden kamen ihrerseits im Abendspiel gegen Ungarn nicht über ein 32:32 hinaus und verbleiben unter dem Strich. Einen grossen Schritt in Richtung Halbfinal machte Kroatien: Der Vizeweltmeister schlug Slowenien mit 29:25 und übernahm in der Gruppe II die Führung.

Handball-EM

SRF zwei, sportlive, 27.01.26, 15:10 Uhr ; 

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