- Die Schweizer Handball-Nati verliert das WM-Playoff-Rückspiel auswärts gegen Italien mit 31:38.
- Nach dem Hinspielsieg (32:29) hätte die Schweiz mit maximal 2 Toren Unterschied verlieren dürfen.
- Damit verpasst das Team von Trainer Andy Schmid die WM-Endrunde 2027.
Das Schweizer Aufbäumen in der Schlussphase blieb aus. Die favorisierten Gäste liessen sich in Faenza wohl zu stark einschüchtern vom frenetischen Publikum, das die Italiener in diesem Playoff-Rückspiel zur Weltmeisterschaft förmlich trug.
Im Hinspiel vom Mittwoch in Zürich hatte sich die Nati noch (zu) knapp 32:29 durchgesetzt, das 3-Tore-Polster sollte aber bei weitem nicht reichen. Das Team von Trainer Andy Schmid unterlag dem Underdog 31:38 und verpasst die WM-Endrunde 2027.
5 italienische Tore am Stück
Bereits in der 1. Halbzeit hatte Italien überraschend dominiert. Den Grundstein zum Sieg legte das Team des deutschen Trainers Bob Hanning, als es von 11:9 auf 16:9 davonzog. In dieser Phase wechselte Schmid auf der Goalieposition: Mathieu Seravalli ersetzte in der 22. Minute den glücklosen Nikola Portner.
Doch auch dieser Schachzug brachte nicht den gewünschten Push, zur Pause stand es 12:20 aus Sicht der Schweiz. Die Angriffseffizienz von 36 Prozent in den ersten 30 Minuten war schlichtweg unterirdisch. Der überzeugende Italien-Schlussmann Domenico Ebner zeigte alleine in der 1. Halbzeit 9 Paraden.
Weil die Aufholjagd auch im 2. Abschnitt nicht gelingen wollte, verpasst die Schweiz erstmals unter Schmid eine Endrunde – der erste herbe Dämpfer in der noch jungen Trainerkarriere des 42-Jährigen. Die 30. Handball-WM wird im Januar 2027 in Deutschland ohne die Nati über die Bühne gehen.
Schmid: «Mentalität schlägt manchmal Talent»
Schmid meinte anscheinend ernüchtert: «Das ist eine ganz bittere Pille. Wir waren über zwei Spiele nicht gut genug. Mentalität schlägt manchmal Talent. Die Italiener haben uns die Grundtugenden des Handballs fadengrad aufgezeigt.»