- Die Handball-Nati holt beim 29:29 gegen Ungarn im ersten Hauptrundenspiel in Malmö einen Punkt.
- Lange schnuppern die Schweizer gar am Sieg, verspielen aber einen 7-Tore-Vorsprung.
- Weiter geht's am Sonntag gegen Kroatien.
Nach dem Hauptrundenauftakt bleibt beim Schweizer Team ein zwiespältiger Eindruck zurück. Ein Punkt gegen die klar favorisierten Ungarn ist grundsätzlich positiv. Doch angesichts des Spielverlaufs wäre ein Sieg dringelegen. Nach 37 Minuten lag die Nati mit 25:18 vorn, konnte den Vorsprung aber nicht über die Zeit retten.
Einmal mehr wurde dem Team von Andy Schmid eine «Delle» im Spiel zum Verhängnis. Nach einer neunminütigen Phase ohne Schweizer Treffer kamen die Magyaren, die in der Deckung deutlich aggressiver agierten als zuvor, auf 24:25 heran. Die Nervosität bei den Schweizern wuchs. Zwar vermochten sie sich nach einem Time-out Schmids und der zwischenzeitlichen Einwechslung von Ersatzgoalie Mathieu Serravalli zum 28:24 noch einmal leicht abzusetzen. Doch dann war die Luft definitiv draussen.
Drei Minuten vor Schluss führten die Ungarn plötzlich zum ersten Mal seit dem 2:1. Mehdi Ben Romdhane konnte mit dem Ausgleich zum 29:29 aber Schlimmeres abwenden. Die letzte Aktion blieb dann erfolglos, Ben Romdhane unterlief sieben Sekunden vor dem Ende ein Angriffsfoul.
Starke erste Halbzeit
Die Schweiz war konzentriert in die Partie gestartet und hatte von Beginn an das Zepter fest in der Hand. Getragen von einer starken Defensive konnte sich auch Goalie Nikola Portner mehrfach auszeichnen. 9 von 23 Schüssen auf seinen Kasten wehrte er in der ersten Halbzeit ab. Und vorne standen dank den treffsicheren Lenny Rubin (insgesamt 7 Tore) und Noam Leopold (6) 20 Treffer zu Buche. Das 20:14 zur Pause schien ein beruhigendes Polster.
Auch in der zweiten Halbzeit ging es zunächst im gleichen Stil weiter. Dann schlichen sich aber immer mehr Fehler und leichte Ballverluste im Angriff ein. Das gleiche Szenario wie im Vorrundenspiel gegen Slowenien, als sie nach einem 9-Tore-Vorsprung noch verloren, konnten die Schweizer immerhin abwenden.
So geht es weiter
Die Schweiz steht am Sonntag wieder im Einsatz, wenn es um 20:30 Uhr gegen Kroatien geht. Das Vorprogramm auf SRF zwei startet um 20:05 Uhr. Die Kroaten setzten sich am Freitag gegen Island knapp mit 30:29 durch. Ebenfalls einen guten Start in die Hauptrunde verzeichnete Schweden, das gegen Slowenien 35:31 gewann.