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Zusammenfassung Schweiz - Frankreich
Aus Sport-Clip vom 18.01.2021.
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WM-Hauptrunde dennoch erreicht Starke Schweizer verpassen Sensation gegen Frankreich hauchdünn

  • Die Schweiz verliert das letzte Vorrundenspiel an der Handball-WM in Ägypten gegen Frankreich ultraknapp mit 24:25.
  • Mehdi Ben Romdhane verpasst in den Schlusssekunden unter Zeitdruck die Möglichkeit auf einen Schweizer Punktgewinn.
  • Trotz der Niederlage qualifiziert sich die Nati für die Hauptrunde.
  • Dort geht es ab Mittwoch gegen Portugal, Island und Algerien weiter.

Noch ein letztes Mal die Luft anhalten, dann die grosse Ernüchterung: Nach einer weiteren Parade von Nikola Portner kommt die Schweiz wenige Sekunden vor der Schlusssirene tatsächlich noch zur Chance auf das 25:25. Weil Andy Schmid gedeckt ist, erhält Mehdi Ben Romdhane den Ball zugespielt. Der erst 19-jährige Rückraumspieler kommt zum Abschluss, doch der französische Schlussmann Vincent Gérard hält den Sieg für den sechsfachen Weltmeister fest.

Ein Duell auf Augenhöhe

Mit etwas Distanz werden sich Schmid und Co. trotz Niederlage auf die Schultern klopfen können. Denn mehr Werbung für das Schweizer Handball geht kaum. Das Team von Trainer Michael Suter hielt über die gesamten 60 Minuten mit den Franzosen mit, ein Punktgewinn wäre nicht unverdient gewesen.

Andy Schmid.
Legende: Hat alles aus sich herausgeholt Andy Schmid. Reuters

In der Schlussphase hatten die Schweizer den vermeintlichen Vorteil auf ihrer Seite, doch zuerst Nicolas Raemy und dann auch noch Roman Sidorowicz scheiterten mit ihren Abschlussversuchen in Überzahl am starken Gérard.

Bereits zuvor hatte die Schweiz den Franzosen Paroli geboten. Zur Pause stand es 14:14. Angeführt von einem einmal mehr starken Schmid (10 Tore, Man of the Match) und einem überragenden Portner im Tor liess die Nati auch nach einer kurzen Baisse zu Beginn der 2. Halbzeit nicht abreissen.

Hauptrunde kann kommen

Die Franzosen ziehen dank dem 3. Sieg im 3. Vorrundenspiel mit einer weissen Weste in die Hauptrunde ein. Trotz der 2. Niederlage erreicht auch die Schweiz in Ägypten die nächste Runde. Das Suter-Team beendet die Vorrundengruppe E hinter Frankreich und Norwegen auf Rang 3. Dem punktlosen Österreich bleibt nur die Trostrunde.

Die Österreicher hätten in ihrem letzten Vorrundenspiel gegen Norwegen einen Sieg gebraucht, um ihre Chancen auf einen Vorstoss in die Hauptrunde zu wahren. Der erste Schweizer Gruppengegner blieb gegen die Nordländer jedoch chancenlos und unterlag mit 29:38. Das Duell gegen die Schweiz hatte Österreich am vergangenen Donnerstag mit 25:28 verloren.

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Suter: «Das ist kein Freundschaftsspiel, sondern eine A-WM»
Aus Sport-Clip vom 19.01.2021.
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So geht es für die Nati in der 2. Turnierphase weiter

  • Mittwoch: Schweiz - Island
  • Freitag: Schweiz - Portugal
  • Sonntag: Algerien - Schweiz

Die Schweizer Gruppe 3 in der Hauptrunde ergänzen Frankreich und Norwegen. Es werden die Punkte aus der Vorrunde mitgenommen, die gegen Teams erreicht wurden, die im Turnier verblieben sind. Die Suter-Auswahl hat wie Algerien noch 0 Punkte auf dem Konto, weist aber die deutlich bessere Tordifferenz auf.

Nach Abschluss der Hauptrunde stehen die zwei bestklassierten Mannschaften in der K.o.-Phase, die mit den Viertelfinals beginnt.

SRF zwei, sportheute, 16.01.2021, 22:20 Uhr;

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20 Kommentare

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  • Kommentar von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
    Ich denke nicht, dass die Schweiz auf Augenhöhe gespielt hat. Frankreich hat unterdurchschnittlich gespielt. Was noch kommt, wenn das Spiel laufen wird oder würde, konnte man erkennen. Die Schweiz hat am eigenen Limit gespielt.
    Im letzten Viertel des Spieles hat man deutlich erkannt, dass die Breite des Schweizer Spiels fehlt - dass mit mehr Breite und weniger durchdrücken in der Mitte - Einbezug von Lier ins Pass-und Anbschlussspiel ist nicht einfach-aber hätte den Sieg ermöglicht.
    1. Antwort von Armin Meile  (MrMele)
      Weshalb müssen manche Menschen alles schlechtreden? Was die Schweiz hier leistet (schon der Österreichsieg war angesichts der Umstände bemerkenswert) ist grosse Klasse. Frankreich ist die erfolgreichste Nation der letzten 20 Jahre und gespickt mit Weltklassespielern - daneben unser kleines Land mit einem winzigen Bruchteil an lizenzierten Spielern. Nur schon der Jubel der Franzosen am Ende spricht Bände: Sie mussten selbst ans Limit gehen, um die kleine Schweiz zu schlagen und das heisst etwas.
    2. Antwort von Peter von Ballmoos  (vobi)
      Ich würde Armin Meile sooo gerne mehr als nur einmal zustimmen können! Vor allem beim ersten Satz!
    3. Antwort von Heiko Gisko  (HGisko)
      @Meile:Mehr Erfolg bringt es mit sich,dass mehr Beachtung generiert wird-und zwar positiver und negativer Natur.Die Aussage,dass die CH an ihrem Limit gespielt hat,mag richtig sein.Wenn dieses Limit aber dazu reicht,die TopTop-Nation Frankreich in Nöte zu bringen,so ist das super!Wer kann das schon,sein Potential zur richtigen Zeit am richtigen Ort (fast) optimal ausnutzen?Darauf lässt sich aufbauen-einige junge Spieler wie Rhomdane sind am Nachrücken!Nicht beirren lassen durch negative Posts!
  • Kommentar von Hans Almen  (Hans (John) Almen)
    Geili Sieche......! Super Willensleistung, die fast belohnt wurde. Jetzt wissen die Jungs was möglich ist; VIEL!!!! Bravo
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Muss hier wirklich jeder zum x-ten Mal SRF wegen diesen Handball-Rechten kritisieren?!?
    - Man hat die Rechte nicht (ist sogar nachvollziehbar)
    - Rechte umfassen idR auch national exklusive online-Rechte bzw. limitieren Dauer und Art der Bilder/videos
    - SRF bringt regelmässig und zügig Beiträge
    Grundsätzlich sähe ich auch lieber mehr Handball, Squash, Klettern, Basketball, Judo oder Badminton ... und weniger Fussball, Eishockey, Tennis. Aber SRF ist da zB besser als alle deutschen Sender.
    1. Antwort von Heiko Gisko  (HGisko)
      Die aktuelle Form der Berichterstattung ist angemessen. Nur: Braucht es dazu gleich eine WM-Quali? Ich wünschte mir eine regelmässige Berichterstattung über Teamsportarten wie Basket-, Hand- und Volleyball. Es sollte im Sinne von „Switzerland First“ ein Berichtsgefäss geschaffen werden ähnlich wie für „US-Sports“. Darin könnte alternierend vertieft über die erwähnten Teamsportarten berichtet werden, und zwar über Männer und Frauen. Eine WM- oder EM-Quali dafür vorauszusetzen, ist überrissen.