Gianluca Cologna auf dem Podest

Gianluca Cologna ist erstmals auf ein Weltcup-Podest gesprintet. Der Bündner musste sich in Asiago (It) nur dem Russen Nikita Krjukow und dem Kasachen Alexej Poltoranin geschlagen geben. Ein Erfolgserlebnis gab es auch für Laurien Van der Graaff.

«Die Genugtuung ist gross. Ich habe gespürt, dass heute etwas möglich ist», sagte Gianluca Cologna. «Die klassische Technik liegt mir sehr gut.»

Cologna siegte im 2. Halbfinal und setzte sich auch in der Endausmarchung in der Spitzengruppe fest. In die Zielgerade bog er aber mit leichtem Rückstand auf Krjukow und Poltoranin ein, den er nicht mehr wettmachen konnte.

Zittern nach «Falschfahrt»

Weil er im Final eine Streckenmarkierung auf der falschen Seite passiert hatte, um einen Crash zu vermeiden, musste Cologna aber noch um seinen Podestplatz zittern. Einen zeitlichen Nutzen brachte ihm dieses Manöver nicht ein, die Jury beliess den Schweizer in der Wertung.

Cologna hat die Selektionskriterien für Sotschi noch nicht vollumfänglich erfüllt, weil die Medaillen im Sprint an den Olympischen Spielen in der freien Technik vergeben werden.

Cologna/Cologna in Sotschi?

Der 23-Jährige muss noch eine Top-25-Klassierung im freien Stil nachlegen. Dieses Resultat möchte er am liebsten im Rahmen der Tour de Ski liefern. Allerdings ist noch ungewiss, ob er das Etappenrennen bis zu den Wettkämpfen in der Lenzerheide bestreiten darf.

Die besten Aussichten auf ein Spitzenresultat in Sotschi bieten sich Gianluca Cologna im Teamsprint, den er zusammen mit seinem Bruder in klassischer Technik bestreiten will. «Die Teilnahme hängt von Dario ab», sagte der Drittklassierte von Asiago. «Er wird entscheiden, was er laufen kann und will.»

Van der Graaff in Sotschi

Im Schatten von Cologna lief Laurien van der Graaff beim Sieg von Justyna Kowalczyk (Pol) auf den starken 7. Rang. Zusammen mit dem 10. Platz von Davos bringt ihr dies die endgültige Olympiaselektion ein.