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Nach Ausraster in Lahti Langläufer Bolschunow zeigt Reue – und beschuldigt Mäki

Der Russe äussert sich zu seiner Attacke auf seinen finnischen Kontrahenten im Zielsprint der Staffel in Lahti.

Alexander Bolschunow im umkämpften Schlusssprint gegen seinen finnischen Konkurrenten.
Legende: Auslöser des Eklats Nach einem umkämpften Schlusssprint verliert Alexander Bolschunow die Nerven. Keystone

Alexander Bolschunow zeigt nach seinem Ausraster beim Staffelrennen in Lahti Reue. «Ich sehe ein, dass das nicht richtig war, was ich im Ziel gemacht habe. Es tut mir leid, ich werde das nicht mehr tun», sagte der 24-Jährige dem norwegischen Rundfunk NRK.

Die Ski waren sehr schnell, und als ich versuchte zu bremsen, war die Bindung gebrochen. Ich wollte ihn nicht so anfahren.
Autor: Alexander Bolschunow

Der Gesamtweltcup-Leader hatte am Sonntag im Zielsprint nach dem Finnen Joni Mäki geschlagen, der ihm den Weg abgeschnitten hatte. Hinter der Ziellinie streckte Bolschunow seinen Gegner dann aus voller Fahrt per Check nieder.

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Archiv: Bolschunow verliert die Nerven und greift Mäki an
Aus Sport-Clip vom 24.01.2021.
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Letzteres sei ein Versehen gewesen, betonte Bolschunow am Dienstag im schwedischen Falun. «Ich wollte mit Mäki darüber sprechen, was passiert war, und wissen, warum er das getan hatte», sagte er, «die Ski waren sehr schnell, und als ich versuchte zu bremsen, war die Bindung gebrochen. Ich wollte ihn nicht so anfahren.» Mäki habe sich zuvor aus seiner Sicht allerdings «unfair» verhalten.

Gang vor Gericht droht

Die Mannschaft Russland I wurde nach dem Vorfall disqualifiziert – zurecht, wie Bolschunow einräumte. Allerdings betonte er: «Ich verstehe nicht, warum der Finne nicht ebenfalls disqualifiziert wurde.»

Der Gewinner von 3 Silber- und einer Bronzemedaille an Olympia 2018 muss sich wegen seines Fehlverhaltens eventuell sogar vor Gericht verantworten. Bei der örtlichen Polizei in Lahti ist eine Anzeige gegen ihn eingegangen.

SRF zwei, sportpanorama, 24.01.21, 18:50 Uhr;

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18 Kommentare

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  • Kommentar von Theo Schneider  (TeeS)
    Im Sport sind Emotionen dabei. Und dann kommt es auch mal en Ausrastern. Bolshunov soll dafür bestraft werden und basta. Ernsthaft verletzt hat er seinen Gegner nicht, kein Beissen oder Faustschlag, also Mund abputzen, weitermachen. Ja und Mäki ist auch nicht ganz unschuldig und hat versucht, seine Position zu schützen. Die Jury hat entschieden, dass dies nicht bestrafungswürdig war. Kann man ebenfalls kritisieren, aber auch dann gilts: Vorbei und ab ans nächste Event.
  • Kommentar von Georg Sumpf  (Juha Mieto)
    Und Mäki kommt ungeschoren davon ? Obwohl er den schnelleren Russen erst links und dann rechts nicht vorbei liess ? Fair ? Äuä. Dass Sportkommentatoren und Sportjustiz da nur auf die Reaktion fokussieren, die natürlich nicht ok ist, verstand ich schon vor Zizous Coup de boule nie. Es lebe der unfaire Provokateur oder wie ?
    1. Antwort von Ben Müller  (J_F)
      Verteidigen einer Position ist ganz normal im Sport. Soll ab jetzt bei der Formel 1 das langsamere Auto auch einfach zur Seite fahren und den anderen vorbei lassen? wo wäre da die spannung?
    2. Antwort von Heiner Zumbrunn  (Heiner Zumbrunn)
      Herr Sumpf, Ihre Aussage ist falsch. Mäkis Fehler war, dass er nicht klar die rechte Spur wählte -sondern sich quasi zwischen die beiden Mitte und Rechts fahren liess - und sich dann vom Schwung - oder bewusst nach dem rechts Rand gleiten liess.
      Die Fragen: In diesem Teil der Rennen, in denen es vor den Augen der Athleten praktisch leer wird-kann ein Athlet das durchdrängeln eines ev. schnelleren Begleiters noch erkennen-oder erlebt er das nach rechts driften auf Grund Geschwindigkeit bewusst?
  • Kommentar von Mathias Bettschart  (Sportsmanship's)
    Gewalt gegen den Konkurrenten ist definitiv fehl am Platz und wurde wohl zu recht geahndet.
    Andererseits sieht man in der Vogelperspektive wie Mäki ihm absichtlich den Weg versperrt (im ursprünglichen Beitrag ist diese Kameraperspektive in der Wiederholung sichtbar). Ohne Bolschunow‘s Ausraster hätte die Jury Mäki‘s unsportliches Verhalten beim Zielsprint untersuchen müssen. Glück für d. Finnen dass d. Russe die Nerven verlor. Nun gibt es wieder etwas Stoff f. d. ewige Story der bösen Russen:(