Zum Inhalt springen

Header

Video
Zusammenfassung 50-km-Rennen der Männer
Aus sportpanorama vom 07.03.2021.
abspielen
Inhalt

WM-50er in Oberstdorf Gold für Iversen, Kläbo und Bolschunow als grosse Verlierer

Emil Iversen wird der Sieg im 50-km-Rennen an der Nordisch-WM in Oberstdorf zugesprochen. Johannes Kläbo wird disqualifiziert.

Am Ende der 50 Kilometer stand wenig Euphorie, dafür gab es umso mehr Diskussionsbedarf. Dem Norweger Emil Iversen wurde der Sieg zum Abschluss der Nordisch-WM in Oberstdorf per Juryentscheid zugesprochen.

Die entscheidende Szene ereignete sich auf der Zielgeraden: Johannes Hösflot Kläbo mogelte sich ganz rechts am Führenden Alexander Bolschunow vorbei und fuhr als Erster im Ziel ein. Der Haken dabei: Kläbo touchierte den Russen, dessen Stock in der Folge brach. Bolschunow wurde gar noch von Iversen abgefangen. Und: Kläbo übertrat bei seinem Manöver auch die Streckenbegrenzung.

Video
Kläbo gegen Bolschunow: Die brisante Schlussphase
Aus Sport-Clip vom 07.03.2021.
abspielen

Bittere Pillen für Kläbo und Bolschunow

Die Jury schaute sich die Aktion mehrmals an und kam nach einer Dreiviertelstunde zum finalen Entscheid: Kläbo wurde disqualifiziert, Bolschunow, der ohne seinen Stockbruch mit hoher Wahrscheinlichkeit vor Iversen geblieben wäre, musste mit Silber vorliebnehmen. Bronze ging an Simen Hegstad Krüger (NOR).

Protest von Norwegen

Der norwegische Langlaufverband legte in der Folge Protest ein. Für Kläbo, an dieser WM bereits dreifacher Goldmedaillengewinner, wäre es sein insgesamt 7. und sicher bedeutungsvollster WM-Titel gewesen.

Bolschunow schliesslich zeigte sich im Interview völlig enttäuscht. Der Weltcup-Leader hatte über die 50 km bei den Olympischen Spielen 2018 und an der WM 2019 in Seefeld jeweils bereits «nur» Silber geholt.

Video
Bolschunow: «Beim Kontakt mit Kläbo ist mein Stock gebrochen» (engl.)
Aus Sport-Clip vom 07.03.2021.
abspielen

Cologna in den Top 10

Dario Cologna schaffte es in seinem mutmasslich letzten WM-Rennen auf den guten 9. Platz. Er kam eine knappe Minute hinter Kläbo im Ziel an. Ein tolles persönliches Resultat gelang Jason Rüesch mit Rang 11 (1:38 zurück).

Candide Pralong (21.) und Jonas Baumann (22.) kamen in einer grösseren Gruppe an und rundeten das gute Schweizer Teamergebnis ab.

Video
Cologna: «Das war wohl mein letztes WM-Rennen»
Aus Sport-Clip vom 07.03.2021.
abspielen

SRF zwei, sportlive, 07.03.2021, 12:40 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

136 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Kari Raeschter  (K. Raeschter)
    Ich bin dafür, dass man beim 50km Langlauf wieder zum Einzelstart zurückkehrt. Seit dem Massenstart gemacht wird, sind die 50-er "langweilig", denn es wird ca. 45 km taktiert und nicht wirklich etwas passiert. Beim Einzelstart wäre dies sicher anders.
    1. Antwort von Martin Gebauer  (Mäde)
      Bin der gleichen Ansicht. Erst im Einzelstart zeigt sich wer in der Lage ist über 50 Km eine hohe Pace, ohne Windschatten und taktische Spielereien, zu laufen. Kläbo z.B. wäre in einem 50er mit Einzelstart chancenlos.
    2. Antwort von Jos Schmid  (Jos Schmid)
      Der 50er Einzelstart ist das Beste Format. Für Sprintentscheidungen ist der Sprint. Unbegreiflich, dass man überhaupt damit angefangen hat.
  • Kommentar von Suat Ulusoy  (SuatU)
    Was für ein Drama nach spannenden 50km. Wirklich sehr unglücklich gelaufen. In meinen Augen hart, dass Klaebo bestraft wurde, jedoch durchaus nachvollziehbar. Die beste, fairste Lösung wäre für mich gewesen: Gold für Iversen und Bolshunov, Bronze für Klaebo. Jedoch bietet das Reglement wohl kaum die Möglichkeit für eine solche Lösung. Von Unsportlichkeit kann aber wirklich nicht die Rede sein - so etwas kann passieren. Eine kleine Fehlentscheidung in der Hitze des Wettkampfs...
  • Kommentar von Theo Schneider  (TeeS)
    Sehr unglückliche Situation. Beide tragen meines Erachtens zur dramatischen Entwicklung gleichermassen bei.

    Ich kann den Juryentscheid zwar nachvollziehen, hätte aber anders entschieden. Nun ist Klaebo der einzige Verlierer, den Bolshunov hätte den Sprint eh nicht gewonnen und bekommt die korrekte Farbe. Iversen hingegen wird sich kaum richtig freuen können über den Titel weil er klar geschlagen war.

    Aber das ist Sport und solche Dramas gehören dazu. Weiter gehts!