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Grünes Licht für Olympia Trotz komplettem Kreuzbandriss: Vonn will bei Olympia starten

Die Verletzung im linken Knie nach Lindsey Vonns Sturz in Crans-Montana ist happig – soll die US-Amerikanerin aber nicht stoppen.

Es ist schon 16 Jahre her, als Lindsey Vonn in Vancouver in der Abfahrt zu Olympiagold raste. Trotz 84 Weltcupsiegen sollte es seither für die Doppel-Weltmeisterin von 2009 nicht mehr zu Gold an einem Grossanlass reichen.

Nun macht sich Vonn, deren Comeback nach fünfeinhalb Jahren stets auch im Zeichen der Olympischen Spiele in Milano Cortina stand, auf, noch einmal Olympiagold anzugreifen. Nachdem ihr Antreten nach einem heftigen Sturz in Crans-Montana äusserst fraglich gewesen war, gab die 41-Jährige nun an einer Medienkonferenz an, sie sei «zuversichtlich», an den Start gehen zu können.

Trotz Kreuzbandriss, Knochenprellungen und Meniskusschäden

Dabei erklärte Vonn auch, sie habe im linken Knie einen kompletten Riss des vorderen Kreuzbandes erlitten. Dazu kämen Knochenprellungen und Schäden im Meniskus. Nach drei Tagen Physiotherapie und ärztlichen Besprechungen kehrte sie am Dienstag wieder auf die Ski zurück, mit gutem Gefühl: «Es fühlt sich stabil und stark an.»

«Ich habe keine Schmerzen», ergänzte Vonn, die seit ihrem Comeback in der vergangenen Saison mit einer Teilprothese im rechten Knie fährt. Nach dem Sturz habe sie «ein schlechtes Gefühl» gehabt, «aber ich habe die Hoffnung hochgehalten, ich habe nicht geweint».

Ich muss erst 85 Meilen pro Stunde fahren, dann kann ich es sagen.
Autor: Lindsey Vonn über ihr Rennprogramm in Milano Cortina

Ziel sei nun weiterhin die Abfahrt am Sonntag. Ob sie anschliessend auch noch weitere Rennen an Olympia bestreite, sei noch unklar: «Ich muss erst abwarten, wie es sich anfühlt. Ich muss erst 85 Meilen pro Stunde fahren, dann kann ich es sagen.»

Vonn war bei der Weltcup-Abfahrt in Crans-Montana am 30. Januar im «Fuchsloch» schwer gestürzt und in ein Fangnetz gedonnert. Sie konnte anschliessend zwar selbständig ins Ziel fahren, hielt sich dabei aber mehrfach das linke Knie. «Mein Olympia-Traum ist noch nicht vorbei», hatte die bislang beste Abfahrerin des Winters danach in den sozialen Medien geschrieben.

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SRF zwei, Sportlive, 30.1.26, 10 Uhr ; 

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