Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Olympia als Belohnung Das wundersame Comeback von Niels Hintermann

Der 30-jährige Bülacher feierte in diesem Winter seine Rückkehr in den Skizirkus. Das grosse Highlight steht noch bevor.

Niels Hintermann im Rennanzug im Zielbereich.
Legende: Lieferte in Kitzbühel seine Saisonbestleistung ab Niels Hintermann. IMAGO/ABACAPRESS

Sein Lächeln hat Niels Hintermann nie verloren. Trotz der Schock-Diagnose Lymphdrüsenkrebs im Oktober 2024 und einer über 600-tägigen Pause im Skizirkus behielt der 30-jährige Bülacher seine Lebensfreude und die Lust, nach dem Kampf um seine Gesundheit wieder ganz vorne mitzumischen. Die Belohnung gab es nun in Form des Olympia-Aufgebots für Milano Cortina.

Zum Comeback auf der Weltcupbühne kam es für Hintermann am 4. Dezember 2025, als er in der Abfahrt von Beaver Creek den 20. Platz belegte. «Ich war beim Start schon sehr nervös», sagte er damals nach seiner Fahrt. «Das Vertrauen und die Überzeugung sind noch nicht ganz da. Aber Resultat hin oder her: Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist.»

«Gut gegangen» war es dann auch in Gröden, wo Hintermann in der 2. Abfahrt den starken 7. Rang herausfuhr und somit die Olympia-Kriterien erfüllte. Noch besser lief es in Kitzbühel mit dem 6. Platz, auch wenn er sich in den Tagen vor dem Rennen nicht gut gefühlt hatte. «Die ganze Woche war sehr schwierig. Ich hatte Muskelkater und konnte kaum Treppen laufen. In den zwei Trainings habe ich mich unterirdisch gefühlt», erklärte Hintermann im SRF-Interview.

Selbstkritik nach Kitzbühel-Abfahrt

Pünktlich zum Rennen waren diese Probleme aber gelöst. «Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich meinen Kopf und Körper gleichzeitig an den Start gebracht.» Trotz des herausragenden Ergebnisses übte der 3-fache Weltcupsieger Selbstkritik. «Der Hausbergsprung regt mich grauenhaft auf. Ich habe den in meiner Karriere nicht einmal gut gelandet. Ich weiss nicht, wie man dort so blöd sein kann.» Zum Podest fehlten Hintermann am Ende 32 Hundertstel.

Nach dem Rennen ging der Dank an das Team, das ihn entscheidend unterstützen konnte. «Wenige Trainer wissen, wie viel ich an ihnen habe und wie fest ich sie wertschätze. Sie haben mich heute hier hingebracht», liess er die Zuschauer wissen.

Vor den Olympischen Spielen muss Hintermann noch beim Heimweltcup in Crans-Montana ran (Abfahrt am 1. Februar), bevor das Saisonhighlight in Italien steigt.

Ski-Weltcup Männer

srf.ch/sport, Web-Only-Livestream, 26.1.2026, 11:00 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel