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Selektion Skispringen Keine achten Olympischen Spiele für Ammann – Trunz erhält Vorzug

Simon Ammanns Traum von der achten Olympia-Teilnahme ist geplatzt. Der 44-Jährige hadert damit nicht.

An den Olympischen Spielen in Milano Cortina wird ein grosser Name fehlen: Simon Ammann. Der vierfache Olympiasieger gehört nicht zum 175 Athletinnen und Athleten umfassenden Schweizer Team. Das teilte der Dachverband Swiss Olympic am Montag mit.

Jugend statt Erfahrung

Anstelle des 44-jährigen Ammann wurde bei den Skispringern neben den beiden «Gesetzten» Gregor Deschwanden und Sandro Hauswirth der erst 19-jährige Felix Trunz berücksichtigt. Sowohl Trunz als auch Ammann erfüllten im Vorfeld die von Swiss-Ski geforderten Selektionskriterien (zwei Top-25-Plätze), jedoch stehen nur drei Quotenplätze zur Verfügung. Nun entschied sich der Verband für die Jugend und gegen die Erfahrung.

Simon Ammann.
Legende: Muss eine grosse Enttäuschung verkraften Simon Ammann. Keystone/Urs Flüeler

Damit verpasst Ammann eine weitere Bestmarke. Mit einer 8. Olympia-Teilnahme hätte der Toggenburger mit den Rekordhaltern Noriaki Kasai (Skispringen) und Claudia Pechstein (Eisschnelllauf) gleichgezogen. «Er kannte die Kriterien und hatte seine Chance. Aus sportlicher Sicht gilt es, diesen Entscheid zu akzeptieren», sagte Chef de Mission Ralph Stöckli zur Causa Ammann.

Ammann selbst akzeptiert die Nichtselektion für die Winterspiele. Vielmehr ärgert ihn, dass er sein Potenzial derzeit nicht in Flugweite umsetzen kann. «Mir geht es nicht um die Nummer 8», sagte der Toggenburger kurz vor Weihnachten. Diese Aussage wirkt glaubwürdig. Was würde einem vierfachen Olympiasieger eine 8. Teilnahme nützen, wenn er dort mit seinen Leistungen nicht zufrieden wäre?

Schweizer gehören nicht zu Medaillenanwärtern

Mit oder ohne Ammann: Die Schweizer reisen nicht mit den besten Voraussetzungen nach Italien. Teamleader Deschwanden konnte im bisherigen Saisonverlauf nicht auf seine Leistungen aus dem letzten Winter anknüpfen. Für Hauswirth und Trunz werden es die ersten Winterspiele sein.

Bei den Frauen vertritt Sina Arnet die Schweizer Farben in Milano Cortina. Auch für die 20-Jährige des SC Einsiedeln wird es die Olympia-Premiere sein. Als bestes Saisonresultat hat Arnet im Einzelspringen einen 13. Platz auszuweisen.

Ein Medaillengewinn der Schweiz im Skispringen käme einer Sensation gleich.

srf.ch/sport, Livestream, 26.01.2026, 10:55 Uhr ; 

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