Falun: Stadt der Langläufer und des Kupfers

Zum 4. Mal nach 1954, 1974 und 1993 findet ab Mittwoch im schwedischen Falun die Nordische Ski-WM statt. In der mittelschwedischen Stadt wurden grosse Skisprung- und Langlauf-Geschichten geschrieben. Und sie hat der Welt einen Farbton und eine Wurst gebracht.

Mit seiner Olympiabewerbung ist Falun zweimal gescheitert (1988 und 1992 - trotz der musikalischen Unterstützung von ABBA-Sängerin Agnetha Fältskog). Dafür richtete die 40'000-Einwohner-Stadt bereits dreimal Nordische Ski-Weltmeisterschaften aus.

Falun im Porträt

1:57 min, vom 19.2.2015

Veikko Hakulinen (Fi), Galina Kulakowa (UdSSR), Hans-Georg Aschenbach (DDR), Björn Dählie (No) oder Stefania Belmondo (It) hiessen die Stars der Titelkämpfe 1954, 1974 und 1993. Ein Schweizer gewann in Falun noch nie eine WM-Medaille.

Rot wie Kupfer

Während Jahrhunderten war Falun ein Zentrum des Kupferbergbaus, zeitweise das ertragreichste der Welt. 1992 wurde die Mine geschlossen, seit 14 Jahren gehört die Stätte zum Unesco-Kulturerbe.

Ein Nebenprodukt der Kupferproduktion war ein roter Farbstoff. Zehntausende schwedische Sommerhäuser sind in «falunrot» getüncht. Bekannt ist auch die «Falukorv», eine Wurst ähnlich der Lyoner Wurst.