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Fähndrich «Für mich ist es eine grosse Erleichterung»
Aus Sport-Clip vom 28.02.2021.
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Platz 2 im Teamsprint Von der «grössten Enttäuschung» zum historischen Erfolg

In den letzten 4 Weltcups im Teamsprint schafften es Laurien van der Graaff und Nadine Fähndrich immer auf das Podest – der Sprung auf das WM-Treppchen war der logische nächste Schritt.

Die Erleichterung war Nadine Fähndrich im Interview nach dem Gewinn der Silber-Medaille beim Teamsprint in Oberstdorf anzusehen. «Nach dem Halbfinal hatte ich Zweifel, da ich mich nicht gut fühlte. Nun ist dieser ganze Druck weg.» Vor wenigen Tagen sprach die 25-Jährige nach dem frühen Ausscheiden im Einzelsprint noch von der «grössten Enttäuschung der Karriere» – nun folgte der grösste Erfolg.

Bei Laurien van der Graaff waren die Zweifel kleiner. «Ich weiss, dass Nadine eine unbeschreibliche letzte Runde laufen kann», meinte die Bündnerin. Eine solche letzte Runde war auch nötig, um die Konkurrentinnen im Kampf um die Medaillen in Schach zu halten.

Norwegen hat das jeden Tag, wir konnten seit 6 Jahren über keine Medaille mehr jubeln – dieser Erfolg ist nicht hoch genug einzuschätzen.
Autor: SRF-Experte Adriano Iseppi

Druck standgehalten

Der Teamsprint war vor der WM die einzige realistische Medaillenchance von Swiss-Ski und dieser Trumpf hat gestochen. Van der Graaff: «Wir haben immer gesagt, dass wir diese Medaille wollen. Jetzt ist sie da, das ist unglaublich.»

Das Schweizer Duo besticht durch seinen Teamgeist. «Wir haben ein Ur-Vertrauen zueinander», meinte Van der Graaff. Es sei alles da, was es für den Erfolg brauche.

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SRF-Experte Iseppi schätzt die Teamsprint-Medaille ein
Aus Sport-Clip vom 28.02.2021.
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Erst die 7. Schweizer WM-Medaille

Medaillen im Langlauf an Weltmeisterschaften haben für die Schweiz Seltenheitswert. Vor der Ära Cologna mit 3 Medaillen in den Jahren 2013 und 2015 hatte Evi Kratzer 1987 ebenfalls in Oberstdorf letztmals Edelmetall für die Schweiz geholt.

Die Podestplätze von Sepp Haas 1968 in Grenoble und der Männerstaffel 1972 in Sapporo fielen im Rahmen von Olympischen Spielen, die zugleich als WM-Wertung herangezogen wurden.

SRF-Langlauf-Experte Adriano Iseppi kam richtiggehend ins Schwärmen: «Norwegen hat das jeden Tag, wir konnten seit 6 Jahren über keine Medaille mehr jubeln – dieser Erfolg ist nicht hoch genug einzuschätzen.»

Alle Schweizer WM-Medaillen im Langlauf

1968, Grenoble
Sepp Haas
Bronze über 50 km
1972, Sapporo
Alfred Kälin, Albert Giger, Alois Kälin, Edi HauserBronze in der Staffel
1987, OberstdorfEvi Kratzer
Bronze über 5 km
2013, Val di Fiemme
Dario Cologna
Gold im Skiathlon
2013, Val di Fiemme
Dario Cologna
Silber über 50 km
2015, Falun
Dario Cologna
Silber im Skiathlon
2021, Oberstdorf
Laurien van der Graaff, Nadine Fähndrich
Silber im Teamsprint

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Weber  (Markus Weber)
    1972 Sapporo waren doch olympische Spiele und keine WM!?
    Wenn man die olympischen Medaillen dazurechnet kommt noch Bronze von Andy Grünenfelder 1988 in Calgary über 50Km, Bronze der Damen-Staffel 2002 ins Salt Lake City und natürlich die 4x Gold von Dario Cologna dazu.
  • Kommentar von Andres Koch  (Billy)
    ... und ja das Wichtigste fast vergessen: das war eine historische Meisterinnen-Leistung: Elan, Wiederaustehen, Teamspirit, Wille und Selbstvertrauen nach jahrelanger harter und unaufhörlicher Trainingsarbeit. Unvorstellbar für Leute, die keinen Wettkampfsport gemacht haben. Ich hatte Tränen in den Augen. Herzliche Gratulation Lauriene und Nadine, man kann es nicht in Worte fassen. Bravooo!!
    1. Antwort von Markus Weber  (Markus Weber)
      Bis 1980 waren die olympischen Winterspiele jeweils auch gleichzeitig die nordischen wie auch die alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Die Medaillen Gewinner*innen in den nordischen Disziplinen erhielten daher neben der Olympia-Medaille auch noch eine WM-Medaille. Die olympischen Winterspiele in Grenoble und Sapporo waren also auch gleichzeitig die 27. bzw. 29. Nordischen Skiweltmeisterschaften oder die 21. und 23. alpinen Ski-Weltmeisterschaften
  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    Herzliche Gratulation Nadine Fähndrich und Laurien van der Graaff. Das war einfach grossartig. Als ehemaliger JO Langläufer kann ich mich an jede Medaille an der WM zurückerinnern. Wir durften mit Albert Giger in St. Moritz im Sommer trainieren. Habe nie verstanden, dass wir SchweizerinnenER so wenige Erfolge feiern durften an gross Anlässen. Mit Nadine und Laurien haben die Frauen gezeigt was möglich ist. Natürlich hat Dario Cologna endlich zeigen können, was drin liegt mit so vielen Siegen.