- Jan Scherrer verpasst die olympische Halfpipe-Qualifikation in Livigno nach einem Trainingssturz.
- Die weiteren Schweizer klassieren sich ausserhalb der Finalplätze.
- Bei den Frauen bleibt auch Isabelle Lötscher als einzige Schweizerin in den Vorläufen hängen.
Noch bevor die Quali der Männer überhaupt angefangen hatte, gab's fürs Schweizer Team eine Hiobsbotschaft zu verkraften: Jan Scherrer war im Training vor dem Wettkampf gestürzt und zog sich dabei eine leichte Gehirnerschütterung zu. «Die Tränen sind am Fliessen. Es tut allen im Herzen weh», so Dominik Furrer, Cheftrainer Park & Pipe, im Interview bei SRF.
In Abwesenheit des Toggenburger Teamleaders vermochten die restlichen Schweizer keine Stricke zu zerreissen. Sowohl Jonas Hasler als auch Mischa Zürcher und David Hablützel blieben in der Qualifikation hängen. Den Top 12 – und damit der Final-Quali – am nächsten kam Hasler mit 67,75 Zählern, was zu Rang 16 reichte.
Das gleiche Schicksal ereilte Pat Burgener. Der Lausanner, der für Brasilien startet, erzielte im 1. Run 70,00 Punkte, ehe er im 2. Versuch stürzte – und somit den 14. Platz belegte. Der Beste in der Quali war der Australier James Scotty, der satte 94,00 Punkte einheimste.
Auch Lötscher im Final nicht dabei
Am Vormittag hatte bei den Frauen Isabelle Lötscher die Qualifikation für den Final verpasst. Nach einem verhaltenen 1. Run für den Halfpipe-Final stand sie vor ihrem 2. Versuch unter Druck. Trotz fehlerfreiem Auftritt war sie nur mit 48,50 Punkten belohnt worden. Doch für die 21-jährige Olympia-Debütantin sollte es nicht besser kommen: Gleich den 1. Sprung konnte sie im 2. Run nicht stehen und musste so den Final-Traum aufgeben.
Nach dem 1. Durchgang auf Platz 14 gelegen, rutschte die Zürcherin am Ende noch auf Platz 16 von 24 Athletinnen ab.
Kim bringt sich für 3. Gold in Stellung
Überragende Frau in der Qualifikation war Chloe Kim (USA). Die Halfpipe-Olympiasiegerin von Pyeongchang 2018 und Peking 2022 erhielt für ihren schwierigen 1. Run 90,25 Zähler und schaffte überlegen das beste Score. Als einzige Athletin knackte sie damit die 90-Punkte-Marke.