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Adolf Ogi 20 Jahre nach dem Nein zu Sion
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Adolf Ogi erinnert sich «Dabei hat man mir unter 4 Augen die Spiele versprochen»

Vor 20 Jahren ist die Olympia-Kandidatur von Sion bachab gegangen. Ins kollektive Tränenmeer stimmte auch der damalige Bundesrat Adolf Ogi ein.

Innerlich hat Adolf Ogi bittere Tränen geweint, als vor exakt 2 Jahrzehnten in Seoul Turin statt das hochgehandelte Sion zum Veranstalter der Olympischen Winterspiele 2006 ernannt worden ist.

Er sei doch sehr baff gewesen, erinnert sich der Alt-Bundesrat an den Moment, der die zuversichtlichen Initianten in Schockstarre versetzt hatte. Um seine damalige Gefühlslage zu beschreiben, braucht er nicht im persönlichen Tagebuch zu blättern, das er zum Interviewtermin mit SRF 20 Jahre später mitgebracht hat.

Ein Projekt, das Power verleiht

Der 76-Jährige spricht noch heute von einer «grossen verpassten Chance, die wahrscheinlich nicht so schnell wiederkommt». In seinen Augen kann ein Land durch die Olympia-Organisation an Stärke zulegen. «Denn man hat auf dem Weg zur Austragung sehr viele Probleme zu lösen.»

Der Ausgang war für Ogi auch darum überraschend: «Unter 4 Augen hatte mir der damalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch die Spiele versprochen.»

Im Audio oben erfahren Sie, warum Ogi Olympische Spiele in der Schweiz nach wie vor eine wünschenswerte Sache findet.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Müller  (KaMü)
    Geld wäre das notwendige Schmiermittel gewesen. Gut, dass Turin gewonnen hat, wir brauchen diesen Irrsinn nicht. Uebrigens: Waren für uns sehr erfolgreiche Wettkämpfe.
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  • Kommentar von Ivan Mathis  (Platon)
    Na ja, ich erinnere mich noch gut, als Ogi bei seinem Votum zur Olympia-Kandidatur vor dem Ausschuss die Faust auf das Pult knallte und brüllte seine Bewerbung sei die Beste, anstatt mit Fakten zu überzeugen. Als ich anschliessend die irritierten und geschockten Gesichter der Abstimmenden sah, war für mich sofort klar, so gewinnt man keine Kandidatur!
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