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Ralph Stöckli im SRF-Interview zum Standpunkt von Swiss Olympic
abspielen. Laufzeit 02:49 Minuten.
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Dialog statt Boykott Haltung von Swiss Olympic: «So können Spiele nicht stattfinden»

Swiss Olympic glaubt nicht mehr an die Durchführung der Sommerspiele 2020. Das Gremium rechnet mit einer baldigen Absage.

Neuster Trend in der ungelösten Frage «Wie weiter mit den Olympischen Sommerspielen in Tokio?»: Die Nationen Kanada und Australien beschlossen einen Boykott. Sie wollen also in jedem Fall dem Mammutanlass fernbleiben, der noch immer vom 24. Juli bis 9. August im Sportkalender figuriert.

Ralph Stöckli, Chef de Mission von Swiss Olympic, kann zu einer solchen Massnahme hierzulande aktuell keine Stellung beziehen. In einem Telefoninterview mit SRF räumt der frühere Spitzen-Curler aber ein, dass in einem Austausch mit dem Exekutivrat am Montagnachmittag wohl auch dies thematisiert werde.

Den Puls beim Athleten fühlen

Generell ist Stöckli der Ansicht, dass die Stimmen der eigenen Athleten zur ganzen Problematik angehört werden müssen. «Bis jetzt sind solche Voten noch nicht zu uns durchgedrungen. Uns ist es aber wichtig, sie abzuholen.»

So möchten die hiesigen Verantwortlichen in Erfahrung bringen, in welche Richtung die Sportler denken und welche Überzeugungen sie vertreten. «Diese Meinungen werden wir dann dem IOC weitergeben», sagt Stöckli.

Dem Werweissen bald ein Ende bereiten

Swiss Olympic selbst hat seine Haltung gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) klar positioniert. Stöckli führt diese wie folgt aus: «Die Spiele können nicht stattfinden, solange keine weltweite Kontrolle über das Coronavirus erlangt worden ist.»

Für den Folge-Entscheid muss man dem IOC dann mehr Zeit einräumen.
Autor: Ralph Stöckliüber das weitere Vorgehen nach der Absage

Da der Druck auf den Ausrichter massiv ist sowie stetig steigt und IOC-Oberhaupt Thomas Bach sich inzwischen auch in einem E-Mail an die Betroffenen gewendet hat, geht Stöckli nicht davon aus, dass der Entscheid wirklich erst – wie in Aussicht gestellt – in 4 Wochen fällt.

Vielmehr rechnet der 43-Jährige damit, bald Gewissheit zu haben. «Wahrscheinlich muss bald eine klare Aussage kommen, dass die Spiele nicht wie terminiert stattfinden werden. Für den Folge-Entscheid muss man dem IOC dann mehr Zeit einräumen.»

SRF zwei, «sportpanorama plus», 15.03.2020, 17:40 Uhr; reiu/bud

7 Kommentare

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  • Kommentar von Ernesto Asher Meng  (Ashi Ernesto)
    So wie Herr Stöckli sich verhält, lässt ahnen, dass die Spiele verschoben werden müssen. Einige Sportler können sich gar nicht seriös vorbereiten. Dann werden keine Doping Kontrollen durchgeführt. Leider gibt es auch unter den Spitzen Sportler einige die vor gar nichts zurückschrecken. Einige leben sehr bescheiden und verdienen zum Aufwand, zu wenig. dann gibt es die Geld gierigen die es überall gibt. Die Moral in der Sportwelt lässt zu wünschen übrig. Die Vergangenheit hat uns belehrt. Leider.
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  • Kommentar von Marcel Glauser  (Cello510)
    Klar geht es bei der Olympiade um grosses Summen von Geld.

    Zur Zeit jedoch gibt die ganze Welt Billionen von Geld aus um die Situation einigermassen in den Griff zu bekommen.

    Also gibt es nur eins: OHNE Olympiade geht die Welt (hoffentlich) nicht unter - MIT der Olympiade besteht jedoch ein grosses Risiko, dass die Welt wirklich unter geht.

    Ich empfehle ABSAGE.
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  • Kommentar von Hanspeter Flueckiger  (Hpf)
    Ich stelle mir gerade Herr Bach und seine "IOC-Kumpane" beim Eröffnungsanlass vom 24. Juli vor. Alleine im Stadion, am Olympischen Feuer Cervelas bratend und an Güplis nippend.
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