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Olympia 2022 mit oder ohne NHL? (Radio SRF 1, Abendgespräch vom 18.02.20)
abspielen. Laufzeit 02:51 Minuten.
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NHL-Profis in Peking dabei? Das Geld wird entscheiden, ob die NHL für Olympia Pause macht

René Fasel ist vorsichtig optimistisch, dass die besten Eishockey-Spieler der Welt bei Olympia 2022 dabei sind.

Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang waren die NHL-Profis die grossen Abwesenden. Ob die besten Eishockey-Spieler der Welt in 2 Jahren in Peking dabei sein werden, steht noch in den Sternen.

Es sieht besser aus als für Pyeongchang.
Autor: René FaselIIHF-Präsident

Immerhin sagt René Fasel, der Präsident des internationalen Eishockey-Verbandes IIHF: «Es gibt Gespräche. Wir sassen letzte Woche in New York mit Vertretern der Spielergewerkschaft und der NHL zusammen.»

Nicht alle Spieler wollen eine Pause

Dies sei schon einmal ein Start, obwohl die anderen Parteien noch keine Zusage zu einer Olympia-Teilnahme gegeben hätten. «Aber es sieht besser aus als für Pyeongchang», so Fasel. Anders hatte es vor einer Woche der stellvertretende NHL-Chef Bill Daly gesehen, der zu den Gesprächen gegenüber der Nachrichtenagentur AP erklärt hatte: «Zu diesem Zeitpunkt glauben wir, dass das Negative das Positive überwiegt.»

Doch wieso stellt sich für die NHL überhaupt die Frage, ob man bei Olympia dabei sein sollte? Was für Fans unverständlich scheint, hat einen klaren Grund: Geld.

  • Zum einen sind da die Klubs: «Die NHL ist ein Milliardenunternehmen. Im Februar mitten in der Saison 2 Wochen lang die Liga zu unterbrechen, ist für die Klub-Besitzer schwierig zu akzeptieren. Sie verlieren in dieser Zeit Geld», zeigt der Freiburger Verständnis.
  • Doch auch auf Spielerseite ist die Begeisterung nicht überall gleich gross: Nur etwa 150 der 800 NHL-Profis wären bei Olympia dabei. «Der Rest sagt: ‹Ihr könnt gehen, aber wir wollen nicht weniger Geld haben.› Es ist nicht so einfach, wie man glaubt», so Fasel.

China als Goldgrube?

Doch genau dieses Geld ist es auch, das dem IIHF-Präsidenten Hoffnung macht. Denn während die Märkte in Nordamerika und Europa bereits gesättigt sind, ist in China mit Eishockey noch viel Geld zu verdienen. Gary Bettman, den NHL-Commissioner, schätzt Fasel als klugen Geschäftsmann ein. «Deshalb kann ich mir vorstellen, dass er nach Peking will. Aber es ist noch viel Arbeit.»

Bis im September soll diese Arbeit Früchte tragen. Denn länger könne man laut Fasel aus organisatorischer Sicht nicht auf eine Entscheidung der NHL warten.

Sendebezug: Radio SRF 3, Bulletin von 18:45 Uhr, 18.02.20

bsp/bbi

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