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Olympische Spiele Owetschkin will zu Olympia: «Ich fahre einfach»

Superstar Alexander Owetschkin will auch nach den gescheiterten Verhandlungen zwischen der NHL und dem IOC bei Olympia 2018 in Pyeongchang spielen. Damit steht die beste Liga der Welt vor einer Zerreissprobe.

Russland-Superstar Alexander Owetschkin.
Legende: Droht mit einer Revolte Russland-Superstar Alexander Owetschkin, hier an Olympia 2014 in Sotschi. Reuters
  • Owetschkin will sich dem Verbot widersetzen
  • Der Klub-Boss des Russen will ihn nach Pyeongchang reisen lassen
  • Die NHL-Absage an Olympia 2018 enttäuscht die Spieler

«Ich habe meine Meinung nicht geändert und werde sie auch nicht ändern», sagte Alexander Owetschkin am Dienstag vor dem Auswärtsspiel in Toronto zu den Plänen der NHL, keine ihrer Spieler an Olympia 2018 reisen zu lassen.

Wenn jemand sagt, du fährst nicht [zu Olympia], dann kümmert mich das nicht.
Autor: Alexander Owetschkin

Der russische Starstürmer der Washington Capitals sagte: «Jeder will bei Olympia spielen, es ist die grösste Gelegenheit deines Lebens. Und wenn dann jemand sagt, du fährst nicht, dann kümmert mich das nicht. Ich fahre einfach.» Der 31-Jährige kann sich auch vorstellen, dass die NHL pokert. Gewissheit habe man erst, wenn der Spielplan für die Saison 2017/18 da sei.

Capitals-Eigner Ted Leonsis beim Handshake mit Owetschkin.
Legende: Unterstützt seinen Superstar Capitals-Eigner Ted Leonsis beim Handshake mit Owetschkin. Reuters

Owetschkin weiss seinen Klub-Boss auf seiner Seite. Ted Leonsis, Mehrheits-Eigner der Capitals, hatte bereits im Dezember angekündigt, die Olympia-Pläne seines Topstars zu unterstützen. «Er hat unserer Organisation so viel gegeben, und ich würde respektieren, was er tun will», so Leonsis damals.

NHL will Einzelregelungen verbieten

Don Fehr, Chef der Spieler-Organisation NHLPA, sagte derweil, dass er damit rechne, dass die Liga derartige Ausnahmeregelungen für Spieler-Freigaben durch einzelne Klubs verbieten werde – mit welchen Mitteln auch immer. Die NHLPA als Vertretung der NHL-Profis hatte sich in einer Erklärung «ausserordentlich enttäuscht» über das generelle Olympia-Aus gezeigt.

Klar ist derzeit einzig: Wenn Owetschkin seinen Willen wirklich durchsetzt, hat die NHL ein echtes Problem: Eine harte Linie fahren und viel Porzellan zerschlagen? Oder doch noch nachgeben und die Position der Stärke für künftige Verhandlungen aufgeben?

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 3.4.2017, 22:35 Uhr

4 Kommentare

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  • Kommentar von Jonathan Fay (Jonathan Fay)
    Schade, spielen die anderen besten nicht mit! Vielleicht gehen noch mehr?
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  • Kommentar von Felice Limacher (Felimas)
    Hoppla ... Da macht einer der "Rädelsführer" eine klare Ansage und weitere Hockeyaner werden sich getrauen und seinem Beispiel folgen, was nicht mehr als recht ist. Hockey gehört mitsamt seinem Glanz an die Olympiade !!!
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  • Kommentar von James Wright (Rationalist)
    Ich bin ja nicht der Eishockey-Oberexperte, aber ich meine genau zu verstehen, was hier abläuft. In der NHL geht es nunmal garantiert nicht in erster Linie um den Sport. Nein, nur das Geld zählt. Darum hat es auch schon des Öfteren Lockouts gegeben. Bei Olympia ist es dasselbe. Und sorry, aber wie scheinheilig ist es, Reisespesen als Grund der Nichtteilnahme anzugeben, wo doch jeder NHL-Spieler ein Millionensalär kassiert?
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