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Wegen Verschiebung von Olympia Sportverbände fürchten Engpässe und fordern Unterstützung

Die internationalen Sportverbände klagen nach der Verschiebung von Olympia auf 2021 weiter über finanzielle Probleme. Sie fordern Hilfe.

Aufschrift Tokio 2020.
Legende: Verschiebung hat schwerwiegende Folgen Mehrere Sportverbände haben mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. imago images

28 internationale Sportverbände sind es, die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gefördert werden. Viele davon befürchten, dass sie nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 in eine finanzielle Notlage geraten.

In Rio 2016 wurden über 500 Millionen ausbezahlt

«Wir haben eine Menge Verbände mit substanziellen Reserven, aber andere haben vor allem Einnahmen durch grosse Events. Dort kann es zum Problem werden, wenn nicht genug Geldfluss da ist», sagte Andrew Ryan, Generaldirektor der Vereinigung der Internationalen Olympischen Sommersportverbände ASOIF.

Nach Einschätzung der Nachrichtenagentur AFP belief sich die Auszahlung an die Verbände nach den Sommerspielen 2016 in Rio auf insgesamt 520 Millionen Dollar. «Nun könnte es wegen der Verschiebung weniger geben», sagte Ryan. Er rate aber von einer Reduktion ab, um die kleinen Sportverbände nicht in Gefahr zu bringen.

Bekannte Sportarten erhalten mehr Geld

Zur Verteilung der Gelder wird ein Schlüssel angewandt, der Grösse und Resonanz der Sportarten berücksichtigt. Demnach sollen Leichtathletik, Schwimmen und Turnen jeweils 40 Millionen Dollar bekommen, Radsport, Basketball und Volleyball 25 Millionen Dollar. Kleinere Verbände von Sportarten wie Rudern, Judo oder Boxen erhalten 17 Millionen Dollar.

Kim Andersen, dänischer Präsident von World Sailing, betonte die Wichtigkeit der kommerziellen Einnahmen für die Verbände. Das IOC werde schon seinen Beitrag leisten, glaubt Andersen: «Aber was am schwersten wiegt, ist die Unsicherheit, ob unsere Wettbewerbe stattfinden und ob unsere Sponsoren bleiben.»

SRF zwei: sportflash, 24.03.2020, 20:00 Uhr;

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Gisler  (Stefan Gisler)
    Viele Funktionäre müssen ja bezahlt werden. Diese Verbände die hier Hilfe wollen sollten sich überlegen wie man wirtschaflich haushaltet so dass man auch in schwierigen Zeiten durchkommt. Wer aber selber kaum was tun muss fürs Geld...
    Ich glaube es ist besser Mendchen mit wirklichen Nöten zu unterstützen und nich Verbände und Funktionäre die nach Hilfe schreinen.
  • Kommentar von markus ellenberger  (ELAL)
    „ In Rio 2016 wurden über 500 Millionen ausbezahlt“ wenn so viel geld ausbezahlt, sollte doch schon ein gewisses Polster angelegt werden können, von den einzelnen Verbände. Aber wo möglich haben eben diverse Funktionäre richtig viel geld verdient welches jetzt den einzelnen Verbände fehlt.