- Tino Polsini gewinnt den Orientierungslauf-Sprint zum Saisonauftakt in Locarno mit einer Zeit von 13:44 Minuten.
- Sein Vorsprung auf Tomas Krivda (CZE) im Ziel beträgt lediglich eine Sekunde.
- Auch bei den Frauen gibt es einen Schweizer Podestplatz: Simona Aebersold wird hinter Hannah Lundberg (SWE) und Pia Young Vik (NOR) Dritte.
Orientierungsläufer Tino Polsini hatte den letzten Wettkampf der letzten Saison, einen Knock-out-Sprint in Uster, für sich entschieden und knüpfte in der neuen Saison genau da an: Beim Sprint zum Saisonauftakt in Locarno war keiner schneller als der 26-Jährige.
Einer brachte Polsini aber nochmals ordentlich ins Schwitzen: Tomas Krivda. Der Tscheche war bis 500 Meter vor dem Ziel schneller unterwegs als Polsini. Die Ziellinie auf der Piazza Grande erreichte er aber mit dem Minimalrückstand von einer Sekunde auf den Schweizer. Der Belgier Yannick Michiels komplettierte das Podest mit einem Rückstand von 14 Sekunden auf Polsini.
Aebersolds emotionaler Podestplatz
Mit Benjamin Wey schaffte es ein zweiter Schweizer unter die Top 10. Sichtlich unzufrieden mit seiner Leistung war Fabian Aebersold. Er beendete den Wettkampf als 28. Anders lief das Rennen für seine ältere Schwester, Simona Aebersold.
Die Weltranglistenerste war als Letzte in diesen Sprint gestartet und arbeitete sich kontinuierlich nach vorne. Der Start war ihr misslungen, virtuell war sie erstmals 200 Meter vor dem Ziel auf dem Podest. Trotz eines glimpflich verlaufenen Zusammenstosses mit einer Passantin vor der Piazza Grande verdrängte sie die Tschechin Terreza Rauturier (CZE) vom 3. Platz. Zu Pia Young Vik (NOR) fehlten ihr 6 Sekunden. Hanna Lundberg lief in einer Klasse für sich: Die Schwedin war nochmals 20 Sekunden schneller als Vik.
Für Aebersold war es ein Rennen unter besonders schwierigen Vorzeichen gewesen, was sich an ihrem emotionalen Ausbruch im Ziel zeigte: Vor rund einer Woche war ihr Onkel und Trainer plötzlich verstorben. Zudem hatte die Bernerin noch mit physischen Problemen zu kämpfen, war vor dem Wettkampf noch krank gewesen.
Dennoch trug sie wesentlich zum gelungenen Schweizer Saisonstart bei den Frauen, an dem auch Natalia Gemperle und Paula Gross ihren Anteil hatten, bei. Gemperle wurde mit 8 Sekunden Rückstand auf Aebersold 5., Gross klassierte sich auf Rang 12.
So geht es weiter
Am Samstag stehen in Locarno die Staffelsprints der Frauen und Männer an (ab 16:00 Uhr live auf SRF zwei), am Sonntag dann die Knock-out-Sprints.