- An der Paracycling-WM in Ronse (BEL) bejubelt die Schweiz am Samstag zwei Goldmedaillen. Für diese sorgen Celine van Till und Sandra Fuhrer.
- Fabian Recher holt ausserdem seine zweite persönliche Silbermedaille an den Titelkämpfen.
Am Donnerstag hatte sich Celine van Till bei der Para-WM im belgischen Ronse Gold im Zeitfahren gesichert. Zwei Tage später doppelte die 34-jährige Genferin mit dem Triumph im Strassenrennen der Kategorie T2 nach. Nach Silber 2023 in Glasgow und 2024 in Zürich ist es für van Till die erste WM-Goldmedaille im Strassenrennen.
«Ein Traum wird wahr», waren van Tills erste Worte nach ihrem Weltmeistertitel. «Es war ein sehr hartes Rennen. Alle sind sehr gut gefahren. Als sich mir 7 km vor dem Ziel die Gelegenheit bot, im Gegenwind zu attackieren, nutzte ich sie und zog es bis ins Ziel durch.»
Van Till distanzierte die Konkurrenz mit ihrem Dreirad um mehr als eine Minute. Rita Malinkiewicz (POL) erreichte das Ziel 62 Sekunden nach der Schweizerin, Dritte wurde Angelika Dreock-Käser (GER/+68 s), die im Zeitfahren bereits Silber geholt hatte.
Auch Fuhrer Weltmeisterin
Später am Samstag sorgte Sandra Fuhrer gar noch für die insgesamt vierte Schweizer Goldmedaille an den laufenden Titelkämpfen. Die Handbikerin war im Strassenrennen der Kategorie WH4 in einer eigenen Liga unterwegs und siegte mit einem Vorsprung von 2:27 Minuten auf die US-Amerikanerin Emelia Perry. Die Österreicherin Svetlana Moshkovich sicherte sich Bronze.
Die 39-jährige Fuhrer hatte vor einem Jahr an der Heim-WM in Zürich ihren Durchbruch gefeiert, als sie ebenfalls im Strassenrennen Bronze einheimste. Der Erfolg kommt nicht ganz überraschend, ist Fuhrer doch amtierende Gesamtweltcup-Siegerin. «Ich hätte nicht gedacht, dass es so aufgeht. Und schon gar nicht, dass es so klar ist», sagte Fuhrer im Interview.
Erneut Silber für Recher
Denselben Rang wie am Donnerstag gab es für Fabian Recher. Der Handbiker musste sich im Strassenrennen der Kategorie MH4 nur Joseph Fritsch geschlagen geben. Der Titelverteidiger setzte sich schon früh im Rennen zusammen mit Recher vom Feld ab.
In der Schlussphase konnte der Thuner das hohe Tempo des Franzosen aber nicht mehr ganz mitgehen und holte mit einem Rückstand von 4 Sekunden Silber. Thomas Frühwirth, der Zeitfahr-Weltmeister vom Donnerstag, büsste als 3. bereits 1:33 Minuten auf den Sieger ein.
Für Recher ist es bereits die 5. WM-Medaille seiner Karriere, auf eine goldene Auszeichnung wartet der 26-Jährige aber noch. Dennoch zeigte er sich im Anschluss mit seinen beiden Silbermedaillen äusserst zufrieden.