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Legende: Video Thomas oder Bernal – Team Ineos mit zwei Trümpfen abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 04.07.2019.
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106. Tour de France Fällt das «British Empire» in Frankreich?

Wieder Geraint Thomas oder mal etwas ganz Neues? Die Ausgangslage an der Tour de France war schon lange nicht mehr so offen wie bei der 106. Austragung.

Seit 2012 haben fast nur Fahrer aus dem Team Sky die Tour de France für sich entscheiden können. Erst war es Bradley Wiggins, danach vier Mal Chris Froome und zuletzt Geraint Thomas. Einzige Ausnahme war 2014 Vincenzo Nibali, der (auch) vom frühzeitigen Out von Froome profitieren konnte.

Seit Juni heisst die Equipe nun zwar Team Ineos. Trotzdem ist es sehr gut möglich, dass auch 2019 der Sieger aus dem britischen Team kommt. Es muss in diesem Jahr jedoch nicht zwingend ein Fahrer von der Insel sein.

Die Ausgangslage für die 106. Tour de France

Die Favoriten: Geraint Thomas ist die Hauptprobe an der Tour de Suisse zwar gründlich misslungen, der Waliser musste nach einem Sturz auf der 4. Etappe aufgeben. Trotzdem wird das Team Ineos erneut auf den Vorjahressieger setzen, da Chris Froome die Tour wegen seines Crashs am Dauphiné Libéré verpasst.

Die zweite Trumpfkarte der Briten heisst Egan Bernal. Mit seinem Sieg an der Tour de Suisse hat der junge Kolumbianer eindrücklich bewiesen, dass er für grössere Aufgaben bereit ist. Man wird wohl frühestens nach der 6. Etappe zur Planche des Belles Filles wissen, auf welches Pferd Ineos setzt.

Legende: Video Bernal gewinnt die TdS, Carthy die Königsetappe abspielen. Laufzeit 03:52 Minuten.
Aus sportaktuell vom 23.06.2019.

Die Herausforderer-Equipe: Movistar versucht, ein weiteres Mal mit einer Dreierspitze endlich die Tour de France zu gewinnen. Designierter Leader im spanischen Team ist Nairo Quintana, der zwischen 2013 und 2016 bereits drei Mal in Paris auf dem Podest stand.

Die Frage ist allerdings, wie lange der Frieden bei Movistar anhält. Chefhelfer Mikel Landa hofft seit langem auf eine eigene Chance (am Giro verhalf er jüngst Richard Carapaz zum Sieg), und Weltmeister Alejandro Valverde ist immer für eine Überraschung gut. Auch wenn er sich (vorläufig) voll in den Dienst von Quintana stellen will.

Die Einheimischen: Mittlerweile 34 Jahre wartet Frankreich auf einen Nachfolger von Bernard Hinault als Sieger der Tour de France. Seit Jahren liegen die Hoffnungen auf Romain Bardet und Thibaut Pinot. Beide sind solide Top-10-Fahrer mit gelegentlichen Ausreissern nach oben, vom grossen Coup waren sie jedoch bislang weit entfernt.

Besonders gespannt darf man auf Pinot sein, der 2019 wieder voll auf die Tour de France setzt und sich in letzter Zeit auch deutlich konstanter gezeigt hat. Der Parcours mit den vielen Bergen und den wenigen Zeitfahren dürfte ihm zusätzlich entgegenkommen.

Thibaut Pinot geht mit Zuversicht in die 106. Tour de France.
Legende: Strahlemann Thibaut Pinot geht mit Zuversicht in die 106. Tour de France. imago images

Der Geheimfavorit: Der Däne Jakob Fuglsang hat ein enorm erfolgreiches Halbjahr hinter sich, war in den Klassikern omnipräsent, gewann Lüttich-Bastogne-Lüttich und zuletzt auch noch (zum zweiten Mal nach 2017) den Dauphiné Libéré. An dreiwöchigen Rundfahrten zerriss der 34-jährige Däne bislang allerdings noch keine grossen Stricke, 2013 reichte es an der Tour immerhin zu einem 7. Rang.

Fuglsang wird im Team Astana alleiniger Leader sein, Miguel Angel Lopez wurde für die Tour nicht aufgeboten. Mit einem starken Team im Rücken ist Fuglsang im Herbst seiner Karriere durchaus ein Podestplatz zuzutrauen.

Legende: Video Fuglsang triumphiert in Lüttich abspielen. Laufzeit 02:38 Minuten.
Aus sportpanorama vom 28.04.2019.

Sendebezug: Radio SRF 1, Morgengespräch, 3. Juli 2019

7 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    Wenn es gerade um die Britten geht, dann dürfen zwei weitere, starke Fahrer, ebenfalls zum Favoritenkreis gezählt werden: Adam und Simon Yates, besonders dem Zweitgenannten würde ich einen Sieg nach den grossartigen Leistungen am letztjährigen Giro sehr gönnen.
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  • Kommentar von Reto Derungs  (rede)
    Na, dann freuen wir uns doch auf eine spannende Tour de France. Wenn alles normal läuft ist Egan Bernal nicht zu schlagen. Aber während einer 3-wöchigen Tour kann immer viel passieren. Für mich persönlich ist Jakob Fuglsang der Geheimfavorit. Er hat sich diese Jahr in einer ausgezeichneten Form präsentiert und die Dauphiné Libéré auf überzeugende Art und Weise gewonnen. Den drei Schweizern, die an den Start gehen, wünsche ich alles Gute.
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    1. Antwort von Reto Derungs  (rede)
      Es sind natürlich nicht drei, sondern vier Schweizer am Start. Es freut mich dabei besonders, dass Sebastien Reichenbach im Trikot des Schweizermeisters fährt und so im Feld immer leicht zu erkennen ist.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund  (Daniele Röthenmund)
    Das einzige was sich lohnt an dieser Tour de Doping anzusehen sind die wunderschönen Landschaften und ihre tollen Schlösser und Monumente. Auch die Geschichten darüber sind sehr Interessant, Der Rest ist zum vergessen. Wenn ich Kriminelle sehen will, schaue ich mir lieber einen guten Krimi an oder lese ein Buch.
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    1. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Es ist zwar sehr unschön, wenn Fahrer stürzen und die "Schubserei" kann zwar durchaus als "krimineller Akt" angesehen werden. Dennoch fahren eher gewisse Verkehrsteilnehmer auf 2 oder 4 Rädern kriminell durch die Strassen (z.B. mit rot über die Kreuzung) als diese Vollprofis, die oft viel respektvoller miteinander umgehen als viele Kommentar-Schreibende hier auf Srf. Zudem, die meisten Fahrer dopen wahrscheinlich nicht,
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    2. Antwort von Patric Pfister  (ppaattrriic)
      Das schöne am Radsport sind doch der Nervekitzel bei einem Massensprint, der Kampf der Fahrer mit den Gegnern und sich selbst in den Bergen, die Angriffe und Gegenangriffe in den Hügeln, die spektakulären Abfahrten in vollem Tempo und so weiter und so fort...
      Bei der Tour de France gehören die wunderschönen und in die Übertragung eingebauten Landschaftsbilder als Extra dazu.
      Ich will das Dopingproblem nicht kleinreden, finde aber, dass die Fahrer auch so eine grossartige Leistung erbringen.
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    3. Antwort von Josef Graf  (Josef Graf)
      Herr Röthenmund, in einem guten Krimi spielen keine Kriminelle mit, sondern Schauspieler. Und in einem Buch zum Lesen sieht man auch keine Kriminelle. Aber ich weiss sowieso nicht, was Sie jetzt wirklich machen werden. Schauen Sie die Tour im Fernsehen an oder widmen Sie Ihre Zeit anderen Tätigkeiten? Dazu haben Sie sich nicht klar ausgedrückt.
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